Die Vorteile der Erdung für die spirituelle Reifung

Womöglich machst Du entlang Deines spirituellen Weges immer mehr Fortschritte in Richtung einer höheren Frequenz, mit all den wundervollen Symptomen, die sie so mit sich bringt. Darunter fällt die empathische Reife, emotionale Abgeklärtheit, flexible Abgrenzung, die Reifung Deiner Hellsinne, die Einsicht, dass die physische Realität nichts weiter ist als ein luzider Traum Deines Höheren Selbst, und vieles mehr.

Doch nach vielen Empathen-Coachings via E-Mail, Skype und vor allem persönlich wird mir eins immer wieder deutlich. Es besteht ein grundlegendes Missverständnis darüber, wie wichtig Erdung für das spirituelle Vorankommen ist. In diesem Beitrag möchte ich hierzu gern einmal gezielt Stellung nehmen und Dir verdeutlichen, dass Du bislang vielleicht sogar vollkommen gegen Deine Präferenzen arbeitest. Doch eins nach dem anderen.

Hinweis: Der vorliegende Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keineswegs medizinischen oder therapeutischen Rat. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen sollte immer ein qualifizierter Gesundheitsdienstleister oder Therapeut konsultiert werden.

Was ist Erdung?

Unter Erdung verstehen wir die Verbindung der physischen Inkarnation mit der Erde. Das ist ganz nüchtern zu betrachten. Erdung ist ein Prozess, bei dem wir unsere physische Existenz nicht nur anerkennen, sondern wertschätzen. Sie ist die bewusste Verbindung unseres inneren Seins mit dem physischen Hier und Jetzt, unserem Planeten und seinen Rhythmen. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Baum: Ihre Wurzeln repräsentieren Ihre Erdung. Je tiefer und fester diese Wurzeln sind, desto stabiler und kraftvoller kann Ihr Baum in den Himmel wachsen – Ihre spirituelle Entwicklung floriert.

Die Forschung deutet darauf hin, dass diese Verbindung mit der Erde zahlreiche Vorteile hat, wie gesteigerte Lebensenergie und emotionale Stabilität. Indem wir konkrete Praktiken der Erdung in unseren Alltag integrieren, etwa durch Meditation im Freien oder Barfußlaufen, verankern wir unsere spirituelle Praxis in der materiellen Welt. Dies schafft eine solide Basis für unsere spirituelle Reifung, ähnlich wie ein Baum, der nur so hoch wachsen kann, wie seine Wurzeln tief sind. Indem wir unsere physische Realität annehmen und wertschätzen, ermöglichen wir es unserem höheren Selbst, sich voll und ganz in dieser Welt auszudrücken und zu entfalten.

Eine Definition von Erdung

Auf Basis dieser Vorbetrachtung können wir uns auf folgende Definition von Erdung im spirituellen Kontext einigen:

“Erdung ist das bewusste Annehmen Deines physisch inkarnierten Ichs durch Wertschätzung aller irdischen Aspekte.” (Herzwandler)

Schauen wir uns die Vorzüge einer bewusst akzeptierten irdischen Existenz einmal genauer an und prüfen dann, was das für Dich konkret bedeutet.

Die Vorteile der Erdung für den spirituellen Weg

Wir haben auf Herzwandler schon oft gemeinsam feststellen können: ein Baum wächst nur so weit wie sein sicherer Halt. Seine Krone wird nie weiter in den Himmel hinaus ragen als sein Wurzelwerk in die Erde. Das mag Dir als Metapher zwar einleuchten, doch Du möchtest es womöglich immer noch nicht so recht mit Dir in Verbindung bringen. Du bist schließlich “unweigerlich” hier, richtig? Nein, bist Du nicht.

Dein Körper ist hier, dein Bewusstsein ist womöglich am liebsten ganz woanders. Empfindest Du Schmerz, gehst Du aus deinem Körper heraus — denn das ist für Dich als Empath seit jeher einfacher, und Du musst das körperliche oder psychische Unwohlsein dann nicht so stark ertragen. Doch was tust Du dann eigentlich genau? Du meidest das, woran Du wachsen könntest.

Bewusste Erdung

Trau dich, VOLL hier zu sein!

Führen wir uns ein Mal das Gegenteil vor Augen. Was, wenn Du jeden Schmerz voller selbst verordnetem Urvertrauen ganz bewusst annehmen würdest. Was würde dann passieren? Du weißt, Du wirst Dir von einer höheren Warte nie mehr zumuten als Du tragen kannst. Gleichzeitig bist Du ein allmächtiges, unzerstörbares Wesen, und auch das weißt Du. Was also sollte Dir passieren, wenn eine Deiner physischen Inkarnationen einen Schmerz erfährt?

Dein Höheres Selbst erfreut sich ganz besonders an jenen exotischen Existenzformen, wie jene auf der Erde. Denn genau hier liegen die Wachstumsschübe, die dein Höheres Selbst immer stärker expandieren lassen.

Kritische Reflexion: Ein kritischer Blick auf mögliche Gegenargumente und deren Widerlegung

Manche mögen einwenden, dass Erdung eine zu esoterische Praxis sei, entkoppelt von der wissenschaftlichen Realität. Doch bei genauer Betrachtung zeigt sich: Zahlreiche Studien untermauern die physischen und psychischen Vorteile von Naturverbundenheit und Achtsamkeitspraktiken. Skeptiker weisen oft darauf hin, dass die Wirkung subjektiv und daher nicht messbar sei. Jedoch, ist nicht gerade die individuelle Erfahrung der Schlüssel zur spirituellen Reifung? Wissenschaft und Spiritualität müssen keine Gegensätze sein – vielmehr können sie Hand in Hand gehen und ein vollständigeres Bild unseres Daseins zeichnen.

Dein authentisches Selbst voranbringen

Was bedeutet das nun für dich? Da wo Deine Angst ist, wo Deine Schmerzen liegen, dort geht es lang. Denn genau dort gibt es etwas zu transformieren, das Dich weiter bringt als zuvor. Meidest Du diese Ängste, dieses Unwohlsein, dann erhält es immer mehr Macht über dich. Denn energetisch wird alles was Du verstecken möchtest immer weiter aufgeblasen.

Hab den Mut, Dich Deinen inneren Dämonen zu stellen. Sie haben keine Macht über dich, die Du ihnen nicht gibst. Das ist völlig unabhängig davon wie “lange” Du meinst dass sie Dich begleiten. Werde Dir im Klaren darüber, dass Du allein es bist der sie erschafft. Ruf’ Dir immer wieder in Erinnerung, dass Du immer nur auf der Frequenz wahrnehmen kannst, auf der Du bist. Erhöhst Du sie, wirst Du etwas Schöneres sehen als bisher.

Tagebuch führen

Die Reise zum Ich

Doch dazu darfst Du Deinen Körper und Deine physische Existenzform annehmen lernen, so wie sie ist. Geh’ mit jeder Erfahrung, mit jedem Erlebnis im Jetzt so um wie Du es bevorzugst — vor allem mit den Dingen, die Du nicht bevorzugst.

Das mag verwirrend klingen, ist aber ganz einfach:

 Deine Präferenzen ausleben
Geh mit jeder nicht bevorzugten Situation auf eine Weise um, DIE Du bevorzugst. Denn nur dann kann Dir Deine Realität etwas Neues zurückspiegeln, das besser zu Dir passt.

Spirituelle Reifung nur über tiefgreifende Erdung

Hast Du schon einmal eine Decken-Lampe selbst angebracht? Dann ist Dir womöglich aufgefallen: neben den beiden Hauptadern gibt es noch ein gelb-grünes Kabel. Das ist der Schutzleiter. Er nimmt Spannungsspitzen entgegen und leitet sie — Du dachtest es Dir — in die Erde. Auch Deine Steckdose hat diese Erdungsleitung — jene Klammern, die den Stecker halten (genial, oder?). Doch was will ich damit ausdrücken?

Sobald höhere Energien im Spiel sind, wird Erdung immer wichtiger. Erdung ist ein Potenzialausgleich. Du kannst es ab hier also wörtlich nehmen:

 Das Limit Deines Potenzials ist der Grad Deiner Erdung
Soll dein eigenes Potenzial steigen, muss Deine Erdung mit wachsen. Deine Frequenz wird immer nur so weit steigen, wie Deine Erdung es hergibt.

Warum aber ist das so? Nun, Du weißt genau, dass Du nicht nur hier auf Erden bist. Genau darüber hältst Du Dich oft stabil: durch die “Flucht nach oben”. Dort fühlst Du Dich sicher — und das zurecht. Doch der Weg der Reifung geht eben nicht über die Maximierung Deiner Flucht-Mechanismen, sondern über die Transformation dessen was unten ist.

Authenisches Selbst

Authenisches Selbst

Ich verspreche dir: das was Du “dort oben” für Dich findest, kannst Du auch auf Erden tragen. Doch das unterliegt hier eben eines Prozesses. Das genau ist der Witz der physischen Existenz: Du erlebst den Prozess der Schöpfung, das heißt: viele, viele, viele kleine Zwischenstände, bis Du eine Realität vorfindest, die wirklich der entspricht, die Du bevorzugst.

Doch das eben nur, wenn Du Dich mit dem Anteil beschäftigst, der gerade hier ist. Meidest Du ihn, dann verhinderst Du dein Vorankommen. Kümmerst Du Dich um ihn, misst Du also Deiner physischen Existenz einen ungemein hohen Wert bei, dann KANN die physische Realität dem nur folgen. Sie hat keine Wahl, denn sie ist nur Deine Reflexion.

Verschiedene Methoden der Erdung

Es gibt vielfältige Methoden der Erdung, die uns helfen, in Einklang mit unserem physischen Dasein zu kommen. Von der simplen Berührung der Erde mit unseren nackten Füßen, über das bewusste Atmen im Rhythmus der Natur, bis hin zur meditativen Umarmung eines Baumes – die Praktiken sind so vielfältig wie wir selbst. Erweitern wir unsere Palette der Möglichkeiten: Nehmen wir kühle Erde in unsere Hände, lauschen wir den Geschichten der Blätter im Wind, erlauben wir unseren Sinnen, sich mit den elementaren Klängen der Natur zu verweben. Jede dieser Methoden ist ein Liebesbrief an unser physisches Ich, ein Versprechen der Präsenz, das wir mit jedem bewussten Moment erneuern.

Folgende konkrete Übungen können Dir auf Deinem Weg dienlich sein:

  1. Fühle bewusst in Deinen Körper. Fühle in die Schwere, fühle nach wie dein physisches Ich in den Boden drückt.
  2. Begib Dich in die freie Natur. Laufe Barfuß. Berühre einen Baum. Atme bewusst frische Luft ein.
  3. Gib Dich dem körperlichen Genuss hin: körperliche Nähe, Sex, Hautreize.
  4. Arbeite dein inneres Kind bewusst auf. Führe Tagebuch, bestärke dich.
  5. Gönne Dir eine abwechslungsreiche Ernährung.
  6. Führe Erdungsmeditationen durch.

Eine Erdungsmeditation darf daher auch ganz bewusst Ausgangspunkt eines jeden Meditationsvorhabens sein. Denn nur ein vorbereiteter Körper ist fähig höhere Energien zu halten. Andernfalls erntest Du selbst bei regelmäßiger stiller Meditation irgendwann nur noch Kopfschmerzen.

Enge Umarmung

Bewusste Nähe

Gefahren der Erdung

Könnte eine “zu starke” Verbindung zur Erde uns nun aber zu fest in materiellen Realitäten verankern? Könnten wir, während wir die Früchte der Erde pflücken, vergessen, nach den Sternen zu greifen? In Wahrheit birgt die Erdung keine Gefahr, solange sie im Gleichgewicht praktiziert wird. Sie soll uns nicht fesseln, sondern unsere Wurzeln nähren, damit wir, wenn der Sturm des Lebens bläst, standhaft bleiben und doch flexibel genug sind, um nicht zu brechen. So wie ein Baum im Wind schwankt, dürfen auch wir uns bewegen – geerdet, doch niemals festgehalten.

Das kleine Fazit

Spirituelle Reifung bringt Dich deinem Höheren Selbst näher, das heißt Deine Frequenz muss unweigerlich steigen. Doch eben diese Frequenz darf dein Körper erst halten lernen. Dein Körper ist dein Tempel. Du darfst eben so tief in die Erde ragen wie Du nach oben streben möchtest.

Es ist dein Geburtsrecht grenzenlos zu expandieren. Doch gib Dich nicht dem Widerspruch hin zu glauben, dass Du nach oben arbeiten könntest ohne nach unten stabil zu sein. Viele spirituelle Menschen haben sich ein künstliches Dach erschaffen. Das musst Du nicht tun.

Begib Dich in unmittelbaren Kontakt mit Deinen inneren Dramen, Deinen Ängsten, Deinen Schmerzen. Schau ihnen in die Augen, sei unverwüstlich. Akzeptiere, umarme, und lass los. Verbinde Dich mit deinem Körper, der Natur, ernähre Dich ausgewogen und meditiere auf die unteren Chakren.

Wenn ich Dir hierzu nur einen Tipp geben dürfe wäre es: sei im HIER und Jetzt. Hier sein heißt in der Körperlichkeit sein. Dann wirst Du auch bald viel mehr Höheres wahrnehmen. Das ist ein Paradoxon, mit dem Du Dich anfreunden darfst. Hab Spaß daran!

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Über den Autor

Dieser Blog-Beitrag wurde mit sehr viel Sorgfalt verfasst von:

  • Promovierter Wissenschaftler
  • Spiritueller Berater seit 2010
  • Autor mehrerer spiritueller Bücher
  • Achtsamkeitstrainer
  • Ausgebildeter Meditationslehrer
  • Zertifizierter Quantenheiler
  • Hypersensitive Person (HSP)
  • Kontakt: Erik@Herzwandler.net

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