Als Empath nimmt man nicht nur viel wahr, man ist auch vielen unterschwelligen Erwartungen ausgesetzt. Nimmt einen das Umfeld erst einmal als umgänglichen Menschen wahr, bekommt man mit der Zeit immer mehr Sorgen aufgetan. Man wird zum Friseur der Menschen.

Man zieht defizitäre Personen an, denen man etwas geben kann. Das ist meist auch vollkommen ok, denn man kann ja gut zuhören und interessiert sich auch für andere — und vor allem kann und möchte man helfen.

Doch mit der Zeit fragst Du dich womöglich: wenn der andere sich dir gegenüber abseits deiner Präferenzen verhält, gar keine konkrete Frage an dich hat und Du mit ihm auch nicht befreundet bist, brauchst Du das was er dir abverlangt und entgegen bringt dann eigentlich?

Hinweis: Der vorliegende Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keineswegs medizinischen oder therapeutischen Rat. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen sollte immer ein qualifizierter Gesundheitsdienstleister oder Therapeut konsultiert werden.

Von Erwartung und unterstellten Freundschaften

Je mehr Du die Bereitschaft zu Hilfe und Verständnis signalisierst, den anderen vielleicht sogar direkt unterstützt, desto eher wird er dich als Bezugspunkt für sich sehen. Das ist dann in Ordnung, wenn Du diese Rolle für dich in Bezug auf diese Person auch haben möchtest. Das wiederum entscheidet sich natürlich zunächst damit, ob Du Kapazitäten für diese Art der Unterstützung hast.

Du allein entscheidest, ob Du eine Freundschaft mit einem Menschen eingehen möchtest oder nicht. Niemand anderes.

Doch selbst wenn Du es zeitlich und inhaltlich leisten kannst dir die Dramen einer anderen Person anzuhören, es gibt Fälle in denen dir Menschen eine soziale Bindung unterstellen werden, für die Du aus ihrer Sicht Verantwortung tragen müsstest. Ich nenne das die unterstellte Freundschaft. Du kannst jederzeit genau prüfen, ob eine Person die Du eben nur unterstützen wolltest auch wirklich jemand ist, dessen Freundschaft Du annehmen und im Gegenzug deine anbieten möchtest.

Je empathischer Du bist, desto stärkere Grenzen brauchst Du

Wenn Du für dich feststellst, dass Du diese Art des sozialen Miteinanders gar nicht möchtest, kannst Du das genau so sagen. Du darfst hier klare Worte finden. Ein Mensch, der dich aber schon als Ziel deiner Hilfsbereitschaft anvisiert hat unterstellt längst, dass Du seine Art und Weise, sein ganzes Wesen für dich annehmen müsstest genau wie es ist.

Er ist überzeugt, dass Du derjenige bist, der sich ihm gegenüber auf eine ganz bestimmte Weise verhalten sollte: als sozial umgängliches, liebevolles Wesen, das seine Art dulden und die eigene Empathie so einsetzen sollte, dass Du gefälligst das sagst und tust, was ihm gut tut.
Falsch.

Empathische Abwehrkraft

Du darfst die Unsicherheit im anderen erkennen und dich erinnern: überhaupt nichts musst Du. Außer in jedem Moment Du selbst sein, und dort bleiben. Wenn Du ein positives Ego hast, wird dir das leicht fallen. Als Empath brauchst Du es ganz besonders.

Du trägst keine Verantwortung für das Wohl anderer. Selbst wenn Du sie haben wolltest, hättest Du keine Macht darüber. Jeder kann sich nur selbst zum inneren Glück verhelfen, egal ob er dich als Anlass nutzt oder nicht.

Empathische Wahrnehmung ist ungleich liebevoller Umgang

Ich möchte dir ans Herz legen in Bezug auf solch ein unterstelltes Miteinander sofort kehrt um zu machen. Nicht aus einer Position der Herablassung heraus, jedoch mit nachdrücklichen Worten. Es ist eine reine Sozialisierung zu glauben, dass Du als empathischer Mensch deine Empathie auf eine Weise einsetzen müsstest, die anderen gut tut. Wer als Mensch im Umgang nicht deinen Präferenzen entspricht, dem bist Du genau gar nichts schuldig. Schon gar nicht wenn Du nie in ein freundschaftliches Miteinander eingewilligt hast.

Empathisch sein bedeutet nicht dich auf eine bestimmte Weise verhalten zu müssen. Null. Das ist ein reiner Glaubenssatz.

Je mehr Du zu dir stehst, desto leichter wird es dir fallen nachdrücklich tschüss zu sagen. Doch sei dir sicher, bestimmte Menschen werden es dir dennoch nicht positiv anrechnen, dass Du dich ihnen gegenüber “unempathisch” verhalten hättest. Es wird so weit gehen, dass sie dir unterstellen dass Du zu einem empathischen Miteinander gar nicht fähig wärst — schließlich hattest Du es ihnen ja nicht unter Beweis gestellt. Sie werden ihre eigene Erfahrung mit dir auf dein ganzes Wesen extrapolieren, dir ungefragt ihre Sichtweise auf’s Brot schmieren und es dir als Beitrag zu deiner Selbsterkenntnis verkaufen. Akzeptiere es, umarme es, lass es los.

Du hast diese Person angezogen um etwas zu erkennen — und das hat, abhängig davon wie Du dich dabei fühlst, nicht zwangsläufig etwas mit dem gemeinsam, was diese Menschen inhaltlich von sich geben. Sie kämpfen gegen ihre eigenen Resonanzen. Die Erkenntnis über das, was dir dort energetisch entgegen fliegt, entsteht in dir und in dir allein.

Bewusstes Verabschieden

Dein positives Ego steht im Einklang mit deiner empathischen Stärke, widerspricht sich nicht mit ihr. Du darfst dein authentisches Selbst in jedem Moment wahrnehmen und zu ihm stehen. Du hast dich als wertvoll erkannt und stehst zu deinem Kern. Der andere hat das noch vor sich, und das ist in Ordnung so. Du ehrst den Weg des anderen so sehr wie deinen.

Hilf, sobald und solange Du das möchtest. Lass von einem Menschen ab, den Du im Umgang nicht bevorzugst. Lass ihn mit Nachdruck wissen, dass es dir damit ernst ist. Fühl’ dich nicht verantwortlich für seine Gegenwehr.

Authentizität ist alles was Du dem Universum “schuldig” bist. Alle anderen dürfen sehen wo sie mit sich irgendwann ankommen. Wahre Stärke kommt von innen heraus, und solange sich jemand von dir abhängig macht ist er ein vom Außen abhängiger und bedürftiger Mensch. Doch dieses Rollen-Angebot musst Du nicht annehmen, selbst wenn Du sein Casting bestanden hast. Setz’ diese klare Linie durch, egal wer dir begegnet. Übrig bleibt, wer zueinander passt.

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Letzte Prüfung dieses Beitrags: 5. Juni 2024

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