Dein Traum gegen die Auszählung
Die Frage „was bedeutet mein Traum" kann Dir niemand beantworten — auch dieser Kurs nicht. Eine andere Frage lässt sich beantworten, und sie hilft überraschend oft mehr: Wie häufig ist das eigentlich?
Kreuz an, was in Deinem Traum vorkam. Du bekommst zurück, wie oft das in 991 ausgezählten Traumberichten vorkam — und damit eine Einordnung, die sonst niemand anbietet.
Nur Ankreuzfelder, kein Freitext. Diese Seite fragt nicht, wovon Du geträumt hast, sondern nur, welche Art von Sache vorkam — und sie speichert nichts. Es wird nichts an unseren Server geschickt.
Wie häufig das ist
- Es deutet nichts. Eine Häufigkeit ist keine Bedeutung — dass etwas selten ist, macht es nicht bedeutsam.
- Es vergleicht Dich mit einer bestimmten Stichprobe: Studierende einer US-Universität, erhoben Mitte des 20. Jahrhunderts. Keine deutsche, keine altersgemischte, keine aktuelle.
- Es vergleicht EINEN Traum mit Durchschnittswerten aus vielen. Aussagekräftig wird es erst, wenn Du es über zwanzig Träume machst — dafür gibt es das Tagebuch.
- Es zeigt nur Kategorien, für die es eine geprüfte Zahl gibt. Lieber zwölf Zeilen mit Beleg als vierundzwanzig mit erfundenen.
Die sechs Befunde, die am meisten überraschen
- 80 Prozent aller Traumgefühle sind negativ — bei Männern und Frauen identisch. Ein unangenehmer Traum ist der Normalfall.
- Das häufigste Einzelgefühl ist BESORGNIS (34 bzw. 37 Prozent), nicht Angst und nicht Freude.
- FALLEN ist die zweitseltenste Unglücksart: 5 bzw. 3 Prozent. Der Falltraum ist berühmter, als er ist.
- Von 2.603 Traumfiguren waren SIEBEN verstorben.
- ZURÜCKWEISUNG ist die grösste Geschlechterdifferenz der ganzen Tabelle: 18 Prozent der Aggressionen bei Männern, 36 Prozent bei Frauen.
- Wenn Freundlichkeit vorkommt, ist es am häufigsten HELFEN UND SCHÜTZEN (42 bzw. 32 Prozent) — Träume sind fürsorglicher als ihr Ruf.
Alle ausgezählten Werte in diesem Kurs stammen aus der Inhaltsanalyse von Calvin Hall und Robert Van de Castle (1966). Ausgezählt wurden 991 Traumberichte — 500 von Männern, 491 von Frauen, je fünf Träume pro Person. Die vollständigen Normtabellen sind frei zugänglich über dreamresearch.net.
Und die Einschränkung gehört dazu: Es waren Studierende einer US-Universität, erhoben Mitte des 20. Jahrhunderts. Keine deutsche, keine altersgemischte, keine aktuelle Stichprobe. Die Zahlen sind sauber erhoben und sie sind nicht die ganze Welt. Wer das verschweigt, tut mit guten Zahlen dasselbe, was ein Traumlexikon mit undatierten Überlieferungen tut.