Traumsymbole
122 Symbole. Und der Unterschied zu jedem anderen Traumlexikon steht auf jeder einzelnen Seite: Jede Zuschreibung trägt ihr Jahrhundert. Eine Zuschreibung ohne Jahreszahl ist eine Behauptung — mit Jahreszahl ist sie eine Quelle.
Dazu auf jeder Seite: was ausgezählt dazu bekannt ist, was es ausdrücklich nicht bedeutet — und am Ende drei Fragen an Dich statt einer Antwort.
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Kein Symbol mit diesem Namen. Das heißt nicht, dass Dein Traum nichts bedeutet. Es heißt, dass danach zu selten gesucht wird, als dass wir eine gepflegte Seite dafür anbieten könnten — gebaut sind die 122 Symbole mit mehr als hundert Suchen im Monat. Wie Du ohne Lexikon weiterkommst →
Tiere · 31 Symbole
Die groesste Gruppe — und die einzige, fuer die es eine Vergleichszahl gibt: Tiere stellen 5 Prozent aller ausgezaehlten Traumfiguren.
Körper · 10 Symbole
Zähne, Haare, Blut, Augen. Körperliche Unglücke sind rund ein Drittel aller Unglücke im Traum.
Bewegung und Ohnmacht · 10 Symbole
Fallen, fliegen, verfolgt werden, zu spät kommen. Die Träume, die jeder kennt — und die seltener sind als ihr Ruf.
Wasser, Wetter, Feuer · 13 Symbole
Die Elemente. In der Überlieferung der älteste Teil des Lexikons.
Häuser und Orte · 15 Symbole
55 Prozent aller Traumorte sind drinnen, 69 Prozent vertraut.
Fahrzeuge und Wege · 8 Symbole
Auto, Zug, Flugzeug, Schiff. Bewegung macht ein Viertel aller Traumtätigkeiten aus.
Menschen und Beziehung · 18 Symbole
Die Herzwandler-Ecke: 25 Symbole, in denen ein anderer Mensch vorkommt. Hier ist der Abschnitt „In einer Beziehung" Pflicht.
Übergänge · 4 Symbole
Tod, Geburt, Hochzeit, Beerdigung. Die Schwellen — und der Teil des Lexikons, der am meisten Schaden anrichten kann.
Dinge · 13 Symbole
Geld, Schlüssel, Ring, Messer, Buch. Gegenstände tragen im Traum meistens eine Handlung, nicht sich selbst.
Warum 122 Symbole und nicht zehntausend
Das grösste deutsche Traumlexikon hat nach eigener Darstellung über zehntausend Einträge — rund 600 allein unter dem Buchstaben A. Gemessen am 16. September 2026 haben davon 122 mehr als hundert Suchen im Monat. Der Rest heißt „Azurit", „auswinden", „Auto da fé".
Eine Vollständigkeit, die niemand pflegt, ist keine. Auf der meistbesuchten Seite steht seit mindestens 2020 ein Eintrag über das Töten junger Katzen mitten in der Schlangenliste — ein Kopierfehler, den in sechs Jahren niemand bemerkt hat.
Wir haben uns für die andere Richtung entschieden: weniger Seiten, jede einzelne redigiert, datiert und nachprüfbar. Woher das Lexikon überhaupt kommt →
Wie eine Symbolseite zu lesen ist
Jede der 122 Seiten ist gleich gebaut, und die Reihenfolge ist Absicht. Sie geht vom Sichersten zum Unsichersten — nicht umgekehrt, wie sonst überall.
- Die Annahme, mit der fast jeder herkommt. Meistens ist sie eine Vorhersage, und meistens stimmt sie nicht.
- Was im Traum geschehen ist — nüchtern beschrieben, ohne eine einzige Deutung.
- Die Traditionen, jede mit ihrem Jahrhundert. Hier sieht man auf einen Blick, dass sich die Zuschreibungen über die Jahrhunderte widersprechen. Das ist kein Mangel der Darstellung, sondern der Befund.
- Was überliefert ist — unterhalb einer Trennlinie, weil ab dort die Ebene wechselt. Alles darüber lässt sich belegen, alles darunter ist Überlieferung, und die Linie sagt das.
- Wie häufig, wo es eine Auszählung gibt. Bei 70 der 122 Symbole steht dort eine gemessene Zahl statt einer Behauptung.
- Was es nicht bedeutet. Der Abschnitt, den es nirgends sonst gibt — und der auf den schweren Seiten der wichtigste ist.
- Drei Fragen an Dich statt einer Antwort.
Die Trennlinie ist der eigentliche Unterschied. Andere Lexika stapeln Artemidoros, Volksglaube und Jung in einem einzigen Absatz übereinander, ohne zu sagen, wer wann was behauptet hat. Wer das liest, hält sechs Jahrhunderte für eine Meinung.
Auf zwanzig dieser Seiten steht außerdem ganz oben ein Kasten mit Telefonnummern. Das sind die Symbole, bei denen Menschen nicht aus Neugier suchen — Tod, Verstorbene, Verfolgung, Ertrinken. Dort gehört die Nummer vor den Text und nicht dahinter.