Traumdeutung Wald
„Der Wald steht für das Unbewusste."
Was im Traum tatsächlich passiert ist
Ein Ort ohne Weg, in dem man die Richtung verliert. Selten bedrohlich, oft unübersichtlich.
Wem was zugeschrieben wird — mit Datum
| Quelle | Zeit | Zuschreibung |
|---|---|---|
| Volkstümliche Traumbücher | 19. Jh. | Verirrung, Ungewissheit — die Märchenschicht. |
| Jung | 20. Jh. | Das Unbewusste, in das man hineingeht. Eine Setzung. |
| Ältere europäische Überlieferung | älter | Der Wald als das Gebiet außerhalb der Ordnung — dort gelten andere Regeln. |
Diese Zuschreibungen stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und widersprechen sich zum Teil. Nebeneinandergestellt heben sie sich auf — und genau deshalb stehen sie hier nebeneinander und nicht untereinander als eine Antwort.
Was überliefert ist
Unterhalb der Trennlinie: In den Märchen geht man in den Wald, weil man dort etwas findet, das es im Dorf nicht gibt. Verirren ist dort die Voraussetzung und nicht das Unglück.
Wie häufig ist das überhaupt?
Draußen spielen 47 Prozent der Männerträume und 35 Prozent der Frauenträume.
Die Zahlen stammen aus der Auszählung von 991 Traumberichten (Hall und Van de Castle, 1966). Es waren Studierende einer US-Universität, erhoben Mitte des 20. Jahrhunderts — sauber erhoben und nicht die ganze Welt. Wie das Verfahren funktioniert →
Was es nicht bedeutet
- Keine Diagnose.
Drei Fragen an Dich
- Warst Du auf einem Weg?
- Allein?
- Wo hast Du gerade die Übersicht verloren?
Was Du hier antwortest, wiegt schwerer als alles, was weiter oben steht. Ein Lexikon kann Vorschläge machen; entscheiden kann es nichts. Der Traum gehört dem Träumer.
Verwandte Symbole
Häuser und Orte — alle Symbole dieser Gruppe
55 Prozent aller Traumorte sind drinnen, 69 Prozent vertraut.
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