Traumdeutung Treppe
„Treppen nach oben sind gut, nach unten schlecht."
Was im Traum tatsächlich passiert ist
Stufen, die nicht enden, die zu steil sind oder die fehlen. Der Weg ist das Thema, nicht das Ziel.
Wem was zugeschrieben wird — mit Datum
| Quelle | Zeit | Zuschreibung |
|---|---|---|
| Artemidoros, Oneirokritika | 2. Jh. | Aufstieg und Abstieg als Rang. |
| Volkstümliche Traumbücher | 19. Jh. | Karriere, Rückschlag — die Richtungsregel, die bis heute steht. |
| Jung | 20. Jh. | Der Weg zwischen den Stockwerken der Person. |
Diese Zuschreibungen stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und widersprechen sich zum Teil. Nebeneinandergestellt heben sie sich auf — und genau deshalb stehen sie hier nebeneinander und nicht untereinander als eine Antwort.
Was überliefert ist
Unterhalb der Trennlinie: Die Treppe ist in den Überlieferungen die Verbindung zwischen zwei Bereichen — Jakobsleiter, Stufenpyramide, Himmelsleiter. Nie ein Ort, immer ein Dazwischen.
Wie häufig ist das überhaupt?
55 Prozent der Traumorte sind drinnen.
Die Zahlen stammen aus der Auszählung von 991 Traumberichten (Hall und Van de Castle, 1966). Es waren Studierende einer US-Universität, erhoben Mitte des 20. Jahrhunderts — sauber erhoben und nicht die ganze Welt. Wie das Verfahren funktioniert →
Was es nicht bedeutet
- Keine Richtungslehre.
Drei Fragen an Dich
- Hoch oder runter?
- Bist Du angekommen?
- Wo bist Du gerade mitten auf dem Weg?
Was Du hier antwortest, wiegt schwerer als alles, was weiter oben steht. Ein Lexikon kann Vorschläge machen; entscheiden kann es nichts. Der Traum gehört dem Träumer.
Verwandte Symbole
Häuser und Orte — alle Symbole dieser Gruppe
55 Prozent aller Traumorte sind drinnen, 69 Prozent vertraut.
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