Traumdeutung Pferd
„Ein Pferd im Traum bedeutet Kraft und Erfolg."
Was im Traum tatsächlich passiert ist
Ein großes Tier, das sich bewegt — und die Frage, ob Du darauf sitzt, daneben stehst oder ihm ausweichst.
Wem was zugeschrieben wird — mit Datum
| Quelle | Zeit | Zuschreibung |
|---|---|---|
| Artemidoros, Oneirokritika | 2. Jh. | Das Pferd als Stand und Besitz; das Reiten als Rang. |
| Volkstümliche Traumbücher | 19. Jh. | Nach Farbe unterschieden — weißes Pferd Glück, schwarzes Unglück. Eine Systematik ohne jede Begründung, die sich bis heute hält. |
| Jung | 20. Jh. | Die Lebenskraft, die stärker ist als der Wille, der sie lenkt. |
Diese Zuschreibungen stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und widersprechen sich zum Teil. Nebeneinandergestellt heben sie sich auf — und genau deshalb stehen sie hier nebeneinander und nicht untereinander als eine Antwort.
Was überliefert ist
Unterhalb der Trennlinie: Das Pferd ist in der Überlieferung fast nie allein — es trägt jemanden. Deshalb steht es dort für das Verhältnis zwischen dem, was in einem Menschen zieht, und dem, was lenkt. Sleipnir, die Rosse des Sonnenwagens, der Reiter der Apokalypse: immer eine Kraft mit einem Kopf darauf.
Wie häufig ist das überhaupt?
Keine eigene Auszählung.
Was es nicht bedeutet
- Keine Farblehre. Weißes Pferd, schwarzes Pferd — die Zuordnung stammt aus Traumbüchern des 19. Jahrhunderts und hat keine ältere Grundlage.
Drei Fragen an Dich
- Bist Du geritten, oder hast Du zugesehen?
- War es schnell oder ruhig?
- Wo im Wachen zieht gerade etwas stärker, als Du lenken kannst?
Was Du hier antwortest, wiegt schwerer als alles, was weiter oben steht. Ein Lexikon kann Vorschläge machen; entscheiden kann es nichts. Der Traum gehört dem Träumer.
Verwandte Symbole
Tiere — alle Symbole dieser Gruppe
Die groesste Gruppe — und die einzige, fuer die es eine Vergleichszahl gibt: Tiere stellen 5 Prozent aller ausgezaehlten Traumfiguren.
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