Traumdeutung Bär
„Der Bär im Traum steht für einen übermächtigen Gegner."
Was im Traum tatsächlich passiert ist
Ein großes, langsames Tier, das nicht jagt, solange man es lässt. In den meisten Berichten greift es nicht an.
Wem was zugeschrieben wird — mit Datum
| Quelle | Zeit | Zuschreibung |
|---|---|---|
| Volkstümliche Traumbücher | 19. Jh. | Ein starker Feind oder ein starker Freund — je nach Verhalten. |
| Nordische und sibirische Überlieferung | älter | Der Bär als Ahn und Verwandter; sein Name wurde vielerorts vermieden. |
| Jung | 20. Jh. | Rohe Kraft, die geschützt werden will. |
Diese Zuschreibungen stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und widersprechen sich zum Teil. Nebeneinandergestellt heben sie sich auf — und genau deshalb stehen sie hier nebeneinander und nicht untereinander als eine Antwort.
Was überliefert ist
Unterhalb der Trennlinie: Der Bär ist das Tier, das sich zurückzieht und wiederkommt — er verschwindet einen Winter lang und ist danach derselbe. Deshalb steht er in vielen Traditionen für das, was aussetzt, ohne verloren zu sein.
Wie häufig ist das überhaupt?
Keine eigene Auszählung; Tiere insgesamt 5 Prozent aller Figuren.
Die Zahlen stammen aus der Auszählung von 991 Traumberichten (Hall und Van de Castle, 1966). Es waren Studierende einer US-Universität, erhoben Mitte des 20. Jahrhunderts — sauber erhoben und nicht die ganze Welt. Wie das Verfahren funktioniert →
Was es nicht bedeutet
- Keine Aussage über eine bestimmte Person.
Drei Fragen an Dich
- Was hat er getan?
- Wie nah war er?
- Wo brauchst Du gerade Ruhe statt Kampf?
Was Du hier antwortest, wiegt schwerer als alles, was weiter oben steht. Ein Lexikon kann Vorschläge machen; entscheiden kann es nichts. Der Traum gehört dem Träumer.
Verwandte Symbole
Tiere — alle Symbole dieser Gruppe
Die groesste Gruppe — und die einzige, fuer die es eine Vergleichszahl gibt: Tiere stellen 5 Prozent aller ausgezaehlten Traumfiguren.
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