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Stufe 3 · Begegnung Modul 20 von 23

Yab Yum: die Haltung, die überall abgebildet wird

Woher sie stammt, was sie im Buddhismus bedeutet — und wie man sie so aufbaut, dass sie zwanzig Minuten hält. Mit einer Fassung für zwei Orte.

  • 55 Minuten
  • 3 geführte Übungen
  • Atem-Taktgeber
  • Übungsbegleiter
  • Mit Partner machen
  • Tagebuch

Es ist das Bild, das auf jedem zweiten Tantra-Plakat klebt: zwei Menschen im Sitzen, einer im Schoß des anderen, Stirn an Stirn. Zwei Dinge daran werden fast nie erklärt — woher es kommt und wie man es so einrichtet, dass es nicht nach vier Minuten wehtut. Beides steht hier.

Woher die Haltung kommt

Yab Yum ist tibetisch und heißt schlicht „Vater–Mutter". Der Ausdruck stammt nicht aus dem indischen Tantra, sondern aus dem tibetischen Buddhismus, wo er eine Bildform bezeichnet: eine Gottheit im Sitzen, mit der Gefährtin im Schoß, einander zugewandt.

Und der entscheidende Punkt: Diese Darstellungen sind in ihrem Zusammenhang ganz überwiegend sinnbildlich. Sie zeigen die Untrennbarkeit zweier Aspekte des Erwachens — nicht eine Anleitung für den Abend. Sie dienten als Stütze für die Meditation, wurden in vielen Klöstern nicht öffentlich gezeigt und richteten sich an Praktizierende mit jahrelanger Vorbereitung.

Was das nicht heißt

Es heißt nicht, dass körperliche Praxis im tibetischen Buddhismus unbekannt gewesen wäre — es gibt sie, sie heißt karmamudrā, und sie war selten, an Einweihung gebunden und einer kleinen Zahl von Praktizierenden vorbehalten.

Es heißt nur: Wer sich für die abendliche Sitzhaltung auf tibetische Bildkunst beruft, beruft sich auf etwas, das dort etwas anderes meinte. Die Haltung ist trotzdem gut. Sie ist bequem, sie hält Blick und Herz auf einer Höhe, und sie eignet sich hervorragend für alles, was in Modul 14 geübt wurde. Das genügt vollkommen als Begründung.

Auch hier ist die Zuordnung umgekehrt

In Modul 15 stand, dass die geläufige Zuordnung von „männlich gleich aktiv" den tantrischen Quellen widerspricht. Im tibetischen Bildsystem wiederholt sich das — auf eine Art, die noch weniger bekannt ist:

Dieses Modul gehört zur Voll-Mitgliedschaft

Damit Du weißt, woran Du bist: Dieses Modul liegt in einer Stufe, die nicht kostenlos ist. Sie gehört zur Herzwandler-Voll-Mitgliedschaft (9,95 € im Monat, ohne Mindestlaufzeit) — einen eigenen Kurspreis gibt es nicht.

Zur Klarstellung, weil das oft durcheinandergeht: Ein kostenloses Konto ist etwas anderes als die Voll-Mitgliedschaft. Mit dem Konto bekommst Du die Module 5 bis 12; die Voll-Mitgliedschaft öffnet zusätzlich die letzten elf.

Die zwölf Module davor sind es sehr wohl. Vier ohne alles, acht weitere mit einem kostenlosen Konto — und das ist kein Schnupperangebot: Wahrnehmung, Atem, Chakren, Beckenboden, Selbstberührung, Scham und die Wochenstruktur stehen dort vollständig.

Du hast schon ein Konto? Hier anmelden — danach landest Du wieder hier.

Wer hier sonst noch übt

Diese Mitglieder interessieren sich für Tantra und passen zu dem, was Du suchst. Zwei der Module sind ausdrücklich für zwei Menschen gedacht, die nicht am selben Ort sind — dort kannst Du jemanden direkt ansprechen.

 
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