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Stufe 3 · Begegnung Modul 13 von 23

Einvernehmlichkeit: das Rad der Zustimmung

Betty Martins Wheel of Consent vollständig, als drehbares Rad. Geben, Nehmen, Erlauben, Empfangen — und warum „ja" nicht gleich „ja" ist.

  • 44 Minuten
  • 2 geführte Übungen
  • Drehbares Rad
  • Übungsbegleiter
  • Tagebuch

Ab hier geht es zu zweit. Und bevor irgendetwas berührt wird, muss eine Sache geklärt sein, die in den meisten Kursen in zwei Sätzen abgehandelt wird und in Wahrheit das schwierigste Handwerk des ganzen Feldes ist: woran man merkt, dass ein Ja ein echtes Ja ist — beim anderen und bei sich selbst.

Warum „ja" nicht reicht

Die meisten unangenehmen Erfahrungen in Berührung und Sexualität entstehen nicht dadurch, dass jemand ein Nein übergeht. Sie entstehen dadurch, dass ein Ja gesagt wird, das keines war — und dass beide Seiten das eine Weile nicht bemerken.

Dafür gibt es vier verbreitete Gründe, und keiner davon hat mit böser Absicht zu tun:

  1. Man will nicht enttäuschen. Das Ja gilt der Beziehung, nicht der Handlung. Es ist ehrlich gemeint und trotzdem falsch.
  2. Man weiß es selbst nicht. Wer den eigenen Körper kaum spürt — und dafür gibt es gute Gründe, siehe Modul 4 —, kann auch nicht sagen, ob etwas stimmt. Das Ja ist dann eine Vermutung.
  3. Man hat schon zugestimmt. Zu etwas anderem, vor zwanzig Minuten, oder überhaupt zu diesem Abend. Zustimmung wird dabei stillschweigend ausgedehnt, von beiden.
  4. Es ist gar nicht klar, worum es geht. Wer tut hier gerade was für wen? Diese Frage klingt banal, und sie ist der Kern des ganzen Moduls.

Woher das Rad kommt

Das Modell, mit dem hier gearbeitet wird, heißt Wheel of Consent und stammt von Betty Martin, einer US-amerikanischen Chiropraktikerin und Körperarbeiterin, die es seit den 2000er Jahren entwickelt und 2021 gemeinsam mit Robyn Dalzen als Buch veröffentlicht hat.

Die Herkunftsangabe, die sonst fehlt

Das Rad ist kein tantrisches Erbe. Es kommt aus der somatischen Körperarbeit und der sexualpädagogischen Praxis in den USA und ist ungefähr zwanzig Jahre alt. Dass es heute in fast jedem Tantra-Kurs auftaucht, sagt etwas über seine Brauchbarkeit — nicht über seine Wurzeln.

Und weiter: Es gibt dazu keine empirische Wirksamkeitsforschung. Es ist ein Lehrmodell. Es ist nicht wahr oder unwahr, sondern nützlich oder nicht — und es ist außergewöhnlich nützlich, weil es eine Verwirrung auflöst, die sonst nur schwer zu benennen ist.

Der Grundgedanke: Bei jeder Berührung laufen zwei Fragen gleichzeitig, und sie werden ständig verwechselt. Die erste ist Wer tut gerade etwas? Die zweite ist Für wen ist es? Aus zwei Fragen mit je zwei Antworten ergeben sich vier Möglichkeiten — und die meisten Menschen kennen nur zwei davon.

Dieses Modul gehört zur Voll-Mitgliedschaft

Damit Du weißt, woran Du bist: Dieses Modul liegt in einer Stufe, die nicht kostenlos ist. Sie gehört zur Herzwandler-Voll-Mitgliedschaft (9,95 € im Monat, ohne Mindestlaufzeit) — einen eigenen Kurspreis gibt es nicht.

Zur Klarstellung, weil das oft durcheinandergeht: Ein kostenloses Konto ist etwas anderes als die Voll-Mitgliedschaft. Mit dem Konto bekommst Du die Module 5 bis 12; die Voll-Mitgliedschaft öffnet zusätzlich die letzten elf.

Die zwölf Module davor sind es sehr wohl. Vier ohne alles, acht weitere mit einem kostenlosen Konto — und das ist kein Schnupperangebot: Wahrnehmung, Atem, Chakren, Beckenboden, Selbstberührung, Scham und die Wochenstruktur stehen dort vollständig.

Du hast schon ein Konto? Hier anmelden — danach landest Du wieder hier.

Wer hier sonst noch übt

Diese Mitglieder interessieren sich für Tantra und passen zu dem, was Du suchst. Zwei der Module sind ausdrücklich für zwei Menschen gedacht, die nicht am selben Ort sind — dort kannst Du jemanden direkt ansprechen.

 
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