Du sitzt mit einem Menschen zusammen, dem Du vertraust. Ihr kennt Euch gut, lacht über dieselben Dinge, schreibt Euch vielleicht selbstverständlich gute Nacht. Doch dann plötzlich? Eine Berührung bleibt länger als sonst, ein Blick wird wärmer, ein Gedanke lässt sich nicht mehr wegschieben.

Genau an dieser Stelle beginnt Freundschaft Plus oft. Nicht mit einem großen Plan, sondern mit Nähe, Vertrautheit und der Hoffnung, beides behalten zu können. Die Freundschaft. Und die körperliche Anziehung.

Bevor wir gleich in die Tiefe gehen, kannst Du mit dem folgenden Tool schon einmal vorab für Dich klären, ob Du überhaupt der Typ für Freundschaft Plus bist oder nicht.

✨ Freundschaft Plus Selbsttest

Beantworte 10 ehrliche Fragen und finde heraus, ob eine Freundschaft Plus wirklich zu Deiner emotionalen Struktur passt – oder ob sie Dich langfristig eher verletzt.

1. Ich kann körperliche Nähe genießen, ohne sofort emotionale Exklusivität zu erwarten.
2. Wenn mein Gegenüber parallel andere Kontakte hätte, könnte ich damit grundsätzlich umgehen.
3. Ich verliebe mich eher langsam als sehr schnell.
4. Mir fällt es leicht, Bedürfnisse offen und direkt anzusprechen.
5. Ich neige nicht stark zu Eifersucht.
6. Ich kann zwischen sexueller Verbindung und fester Partnerschaft innerlich unterscheiden.
7. Unverbindlichkeit löst in mir keinen starken Mangel aus.
8. Ich brauche nicht ständig Bestätigung durch Nachrichten oder Nähe.
9. Ich halte emotionale Ambivalenz gut aus.
10. Ich könnte eine Freundschaft Plus beenden, ohne daran lange festzuhängen.

Ich halte Freundschaft Plus weder für leichtfertig noch für automatisch problematisch. Aber ich halte sie für anspruchsvoll. Wer sich darauf einlässt, braucht mehr als Chemie. Du brauchst Selbstkenntnis, klare Sprache und die Bereitschaft, unangenehme Wahrheiten früh auszusprechen. Sonst wird aus etwas Schönem schnell ein stilles Ziehen im Herzen.

Der schmale Grat zwischen Freundschaft und Mehr

Die meisten Menschen geraten nicht in Freundschaft Plus, weil sie emotional oberflächlich sind. Eher im Gegenteil. Gerade weil da schon Vertrauen da ist, wirkt der Schritt verführerisch. Der andere Mensch ist kein Fremder. Kein Risiko wie ein chaotisches Date. Kein offenes Meer. Eher ein vertrauter Hafen, in dem plötzlich auch körperliche Spannung spürbar wird.

Das Problem ist nur: Ein vertrauter Hafen bleibt nicht automatisch sicher, wenn neue Dynamiken dazukommen. Sex verändert fast immer etwas. Manchmal vertieft er die Verbindung. Manchmal bringt er Unsicherheiten ans Licht, die vorher gar nicht sichtbar waren. Wer glaubt, man könne einfach nur den Körper hinzufügen und alles andere bleibe unverändert, unterschätzt die emotionale Realität.

Woran Du zuerst denken solltest

Bevor Du fragst, ob es zwischen Euch funktionieren könnte, frag Dich etwas Grundsätzlicheres:

  • Suchst Du wirklich Leichtigkeit oder hoffst Du heimlich, dass daraus doch eine Beziehung wird?
  • Kannst Du Ambivalenz aushalten oder macht Dich Unklarheit schnell nervös?
  • Kennst Du Deine Muster bei Nähe, Rückzug, Eifersucht und Bindung?
  • Ist Eure Freundschaft stabil genug, um ehrliche Gespräche und mögliche Enttäuschung zu überstehen?

Diese Fragen wirken unromantisch. In der Praxis schützen sie Dich.

Praktische Regel: Wenn Du schon vor dem ersten Gespräch hoffst, den anderen später “umstimmen” zu können, bist Du nicht in einer Freundschaft Plus, sondern in einer stillen Erwartungsschleife.

Was in meiner Erfahrung meist schiefläuft

Nicht der Sex ist das grösste Risiko. Das Schweigen ist es. Menschen reden zu spät über Exklusivität, zu vage über Gefühle und gar nicht über den Ausstieg. Dann entsteht etwas, das nach Freiheit aussieht, sich aber innerlich unordentlich anfühlt.

Achtsame Freundschaft Plus braucht deshalb etwas, das viele vermeiden: bewusste Entscheidungen vor der ersten Grenzüberschreitung. Nicht, weil jede Spontaneität schlecht wäre. Sondern weil Selbstachtung vorher beginnt, nicht erst nach dem emotionalen Schaden.

Was Freundschaft Plus wirklich bedeutet (und was nicht)

Freundschaft plus ist keine verkleidete Beziehung und auch kein beliebiger lockerer Kontakt. Es ist eine Mischform. Eine bestehende oder zumindest freundschaftlich geprägte Verbindung bekommt eine sexuelle Ebene, ohne dass daraus automatisch ein gemeinsames Zukunftsprojekt wird.

Genau das macht sie reizvoll. Du hast Nähe ohne klassisches Beziehungslabel. Vertrautheit ohne die gesamte Architektur einer Partnerschaft. Dass dieses Modell relevant ist, zeigt auch eine repräsentative Umfrage: 19 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland haben bereits Erfahrungen mit Freundschaft Plus gemacht, wie ElitePartner über Freundschaft plus berichtet.

Die klare Abgrenzung

Damit Du nicht in etwas hineinrutschst, das Du falsch benennst, hilft eine saubere Unterscheidung:

Form Was sie ausmacht Was ihr fehlt
One-Night-Stand kurzfristige sexuelle Begegnung gewachsene Vertrautheit
Affäre sexuelle oder emotionale Verbindung im Verborgenen Transparenz und Fairness gegenüber Dritten
Beziehung Bindung, Verlässlichkeit, gemeinsames Gestalten bewusste Offenheit ohne Verpflichtungsrahmen
Freundschaft Plus Freundschaft Plus sexuelle Intimität klare romantische Verbindlichkeit

Der psychologische Reiz ist leicht zu verstehen. Ein vertrauter Mensch fühlt sich sicherer an als fremdes Dating-Chaos. Viele erleben das als einen Mittelweg zwischen Nähe und Freiheit.

Was Freundschaft Plus nicht leisten kann

Hier wird es wichtig. Freundschaft Plus ist kein Reparaturmodell für unerfüllte Sehnsucht. Sie heilt keine Einsamkeit, löst keine Bindungsangst und ersetzt keine unterschiedliche Zukunftsvorstellung. Wenn zwei Menschen innerlich etwas ganz anderes wollen, hilft auch das modernste Label nicht.

Wer die Unterschiede tiefer sortieren möchte, findet in Freundschaft vs. Freundschaft Plus eine hilfreiche Gegenüberstellung, gerade wenn die Grenzen im eigenen Kopf noch unscharf sind.

Freundschaft Plus funktioniert nur dann halbwegs klar, wenn beide unter demselben Begriff ungefähr dasselbe verstehen.

Wenn eine Person “locker und ehrlich” meint und die andere “vorerst locker, später vielleicht fest”, dann ist die Schieflage schon da. Nicht laut. Aber wirksam.

Die ungeschminkte Bilanz von Herz und Kopf

Freundschaft Plus fühlt sich anfangs oft nach einer eleganten Lösung an. Nähe ohne Dating-Stress. Sex ohne Rollenzwang. Vertrautheit ohne Alltagsverschmelzung. Das kann für eine Zeit wunderbar leicht sein.

Die Kehrseite ist ebenso real. Sobald Erwartungen unausgesprochen bleiben, wird aus Leichtigkeit schnell Spannung. Laut einer Studie, auf die Studyflix zum Thema Freundschaft Plus verweist, treten in Deutschland bei 55 Prozent der Freundschaft-Plus-Arrangements emotionale Komplikationen auf, wenn keine klaren Grenzen definiert sind. Das deckt sich mit dem, was ich in Beratungen immer wieder sehe: Nicht das Modell an sich verletzt. Die Unklarheit verletzt.

Eine Infografik mit einer Pro- und Contra-Liste zum Thema Freundschaft Plus auf Deutsch dargestellt.

Die Habenseite

Es wäre unehrlich, nur zu warnen. Freundschaft Plus hat reale Vorteile:

  • Vertraute Intimität statt fremder Unsicherheit. Viele geniessen, dass der Körperkontakt mit jemandem stattfindet, dem sie schon vertrauen.
  • Weniger sozialer Druck als in klassischem Dating. Niemand muss sofort klären, wohin das in zwei Jahren führt.
  • Mehr Eigenraum im Alltag. Beide behalten ihr Leben, ihre Routinen und ihre Unabhängigkeit.
  • Ehrlicheres Lernen über eigene Bedürfnisse. Gerade bei emotional wachen Menschen zeigt dieses Format schnell, was wirklich stimmig ist und was nur gut klingt.

Die Sollseite

Die Risiken sind selten spektakulär. Sie schleichen sich ein.

Ein Mensch wartet plötzlich stärker auf Nachrichten. Einer datet nebenher und spricht es zu spät an. Nach einem besonders innigen Wochenende tut der nüchterne Montag weh. Und manchmal zeigt sich unter der Oberfläche etwas ganz anderes, etwa alte Verlustangst oder die Hoffnung, doch gewählt zu werden. Wenn Dich dieses Muster bekannt vorkommt, kann ein Blick auf Bindungsangst verstehen und überwinden hilfreich sein, weil dort genau diese inneren Dynamiken greifbar werden.

Wer bei Freundschaft Plus nur auf die Vorteile schaut, verhandelt gegen die eigene Verletzlichkeit.

Drei ehrliche Prüfsteine

  1. Wie reagierst Du auf Unklarheit?
    Wenn Dich schon eine ausbleibende Nachricht stark verunsichert, wird das Modell oft anstrengender als gedacht.

  2. Wie fühlst Du Dich bei Asymmetrie?
    Vielleicht ist der Sex für Euch beide schön, aber nur eine Person wird emotional tiefer. Dann kippt die Balance.

  3. Was steht wirklich auf dem Spiel?
    Nicht nur ein paar Nächte. Im Zweifel auch eine gewachsene Freundschaft, gemeinsame Freundeskreise und ein Stück innerer Sicherheit.

Die Bilanz fällt nicht für alle gleich aus. Aber sie sollte ehrlich sein.

Das Fundament für eine achtsame Vereinbarung

Wenn Ihr Freundschaft Plus nicht dem Zufall überlassen wollt, braucht Ihr eine gemeinsame Bedienungsanleitung. Das klingt sachlich. Ist aber oft der liebevollste Teil des Ganzen. Regeln sind kein Misstrauen. Sie sind Fürsorge.

Eine stilisierte grafische Darstellung von zwei menschlichen Silhouetten in Blau und Rot, die durch Linien verbunden sind.

In der Praxis rate ich dazu, das Grundgespräch vor dem ersten sexuellen Schritt zu führen. Nicht im Bett. Nicht zwischen zwei Küssen. Sondern in einem ruhigen Moment, in dem beide noch klar denken und frei entscheiden können.

Die fünf Punkte, die Ihr klären solltet

  • Exklusivität
    Seid Ihr nur miteinander intim oder trefft Ihr auch andere Menschen? Diese Frage wirkt oft unbequem. Genau deshalb gehört sie an den Anfang.

  • Kontakt zwischen den Treffen
    Schreibt Ihr täglich, sporadisch oder nur zur Verabredung? Viele Verletzungen entstehen nicht durch Sex, sondern durch unterschiedliche Erwartungen an Nähe im Alltag.

  • Öffentlichkeit und soziale Einbindung
    Trefft Ihr Euch nur privat? Geht Ihr zusammen aus? Wissen Freund:innen davon? Auch hier gibt es kein richtig oder falsch, nur passende oder unpassende Vereinbarungen.

  • Umgang mit Gefühlen
    Was passiert, wenn sich bei einer Person emotional etwas verändert? Nicht, ob es passieren darf. Sondern wie darüber gesprochen wird.

  • Ausstieg
    Wann und wie beendet Ihr den Plus-Teil, ohne Euch gegenseitig abzuwerten?

Ein einfaches Gesprächsgerüst

Wenn Dir direkte Kommunikation schwerfällt, arbeite mit klaren, kurzen Sätzen. Wer lernen möchte, Grenzen deutlicher und freundlicher zu setzen, findet in authentisch Nein senden und empfangen gute Impulse für genau diese Haltung.

Du könntest zum Beispiel sagen:

„Mir ist wichtig, dass wir nichts voraussetzen. Ich möchte lieber einmal mehr konkret fragen als später verletzt sein.“

Oder:

„Ich bin offen dafür, aber nur, wenn wir beide ehrlich bleiben, auch dann, wenn etwas kippt.“

Ein Gespräch wirkt oft leichter, wenn Ihr nicht alles in abstrakten Begriffen besprecht, sondern konkret werdet. Übernachtungen ja oder nein. Kuscheln nach dem Sex ja oder nein. Spontanbesuche okay oder nicht.

Für manche hilft auch ein externer Impuls, um das Gespräch nicht auszuweichen. Dieses Video kann dafür ein guter Einstieg sein:

Woran Du eine tragfähige Vereinbarung erkennst

Eine gute Absprache fühlt sich nicht nach Kontrolle an. Sondern nach Erleichterung. Du musst nicht raten. Du musst nicht interpretieren. Du musst Dich nicht kleiner machen, um unkompliziert zu wirken.

Wenn jemand auf klare Fragen ausweichend reagiert, ist das bereits eine Antwort. Nicht jede Chemie verdient Zugang zu Deinem Inneren.

Schwierige Gespräche souverän und respektvoll führen

Offene Kommunikation wird oft schnell empfohlen. Im echten Leben ist sie selten elegant. Gerade bei Freundschaft Plus musst Du manchmal Dinge sagen, die beides riskieren: den Moment und die Verbindung. Trotzdem ist Klarheit fast immer die freundlichere Form von Respekt.

Die Forschungslage zeigt ausserdem eine Lücke. Es gibt kaum Daten dazu, wie Menschen langfristig mit emotionalen Veränderungen in einer Freundschaft Plus umgehen. Genau darauf weist In-Mind in einem Beitrag über Freunde mit gewissen Vorzügen hin. Deshalb sind proaktive Kommunikationsstrategien so wichtig. Nicht als Theorie, sondern als Schutz.

Wenn Du das Thema überhaupt erst ansprechen willst

Viele reden entweder zu vorsichtig oder zu überfallend. Beides führt selten zu einem guten Gespräch. Sag lieber klar, was in Dir passiert, ohne dem anderen etwas überzustülpen.

Ein guter Satz klingt zum Beispiel so:

„Ich schätze unsere Verbindung sehr und merke, dass da bei mir auch körperliche Anziehung ist. Ich möchte das nicht einfach handeln, ohne mit Dir zu sprechen. Wie geht es Dir damit?“

Das ist konkret. Offen. Nicht drängend.

Wenn sich Gefühle verändern

Hier wird es heikel. Viele hoffen, es gehe wieder weg, wenn sie nur cool bleiben. Meine Erfahrung ist anders. Gefühle werden durch Schweigen selten einfacher.

Drei Formulierungen, die tragen:

  • „Ich möchte ehrlich sein, bevor sich in mir etwas festsetzt. Ich merke, dass ich emotional tiefer gehe als gedacht.“
  • „Mir ist unsere Verbindung wichtig. Genau deshalb will ich nicht so tun, als wäre alles unverändert.“
  • „Ich brauche mit Dir eine neue Klärung, weil sich mein innerer Standpunkt verändert hat.“

Wenn Ihr lernen wollt, wie solche Gespräche insgesamt tiefer und wahrhaftiger werden, lohnt sich auch die Bedeutung von Kommunikation in spirituellen Beziehungen.

Wenn Du den Plus-Teil beenden musst

Ein würdevoller Abschluss ist möglich. Er braucht aber eine klare Sprache. Nicht Ghosting. Nicht Hinauszögern. Nicht halbherzige Treffen, die Hoffnung und Schmerz gleichzeitig nähren.

Du könntest sagen:

  1. „Ich merke, dass diese Form für mich nicht mehr stimmig ist.“
  2. „Ich möchte den körperlichen Teil beenden, um mich selbst und unsere Verbindung zu schützen.“
  3. „Wenn es für Dich passt, wünsche ich mir, dass wir der Freundschaft mit etwas Abstand wieder Raum geben.“

Sag nicht weniger, nur um angenehmer zu wirken. Menschen kommen mit Wahrheit meist besser zurecht als mit Verwirrung.

Schwierige Gespräche sind nicht das Zeichen, dass etwas gescheitert ist. Oft sind sie das Zeichen, dass Du Dich endlich ernst nimmst.

Bewusste Verbindungen auf Herzwandler gestalten

Eine tragfähige Freundschaft Plus hängt nicht nur von Anziehung ab. Sie hängt davon ab, ob zwei Menschen überhaupt fähig sind, mit Ambivalenz, Grenzen und Ehrlichkeit umzugehen. Daran scheitert es auf vielen klassischen Dating-Plattformen. Nicht, weil dort alle unehrlich wären, sondern weil Oberflächlichkeit schnelle Unklarheit begünstigt.

Dass ein bewusster Rahmen sinnvoll ist, zeigt auch die Verbreitung des Modells. Laut Parship im Ratgeber zu Freundschaft Plus haben 20 bis 25 Prozent der jungen Erwachsenen in deutschen Großstädten bereits eine Freundschaft Plus erlebt. Wo so viele Menschen diese Form ausprobieren, wächst auch der Bedarf an Räumen, in denen Absichten klarer und respektvoller benannt werden können.

Eine handgezeichnete Skizze zeigt ein Gehirn und ein Herz in Wolken, die durch bunte Linien verbunden sind.

Worauf Du bei einem Profil achten solltest

Nicht jede passende Person schreibt direkt „Ich suche Freundschaft Plus“. Viel aussagekräftiger ist oft die Art, wie jemand über sich selbst spricht.

Achte besonders auf:

  • Sprache über Werte
    Worte wie Achtsamkeit, Ehrlichkeit, Präsenz oder Selbstverantwortung sind kein Garant. Aber sie sind oft ein besseres Signal als reine Selbstdarstellung.

  • Konkretheit statt Nebel
    Menschen, die sagen können, was sie suchen und was nicht, sind meist auch später klarer in Gesprächen.

  • Tonfall
    Respekt spürt man oft schon im Profiltext. Wer nur konsumiert, schreibt anders als jemand, der wirklich in Beziehung treten kann.

So formulierst Du Deine Absicht ohne Härte

Du musst weder alles weichzeichnen noch alles provokant zuspitzen. Eine reife Formulierung könnte so aussehen:

„Ich wünsche mir eine ehrliche, sinnliche Verbindung auf Augenhöhe. Ich bin offen für Nähe und Intimität, suche aber aktuell keine klassische Partnerschaft.“

Das wirkt klar, ohne Menschen zu entwerten. Es lädt die Richtigen ein und spart Dir viele uneindeutige Kontakte.

Was in bewussten Räumen besser gelingt

Menschen, die sich bewusst in achtsamen Kontexten bewegen, bringen oft schon ein Vokabular für Grenzen, Konsens und emotionale Verantwortung mit. Das löst nicht jedes Problem. Aber es verbessert die Startbedingungen deutlich. Gerade bei Freundschaft Plus ist das kein Luxus, sondern Grundlage.

Dein Wegweiser zur emotionalen Selbstfürsorge

Am Ende schützt Dich keine Vereinbarung so zuverlässig wie Deine eigene Wachheit. Freundschaft Plus kann stimmig sein. Aber nur, wenn Du regelmässig prüfst, wie es Dir wirklich damit geht. Nicht, wie cool Du gern wärst. Nicht, wie unkompliziert Du wirken möchtest. Sondern wie es in Dir aussieht, wenn niemand zuschaut.

Die nüchterne Realität hilft dabei. Bei Freundschaft Plus gelingt laut Unicum im Überblick zu Freundschaft Plus nur 15 Prozent der Übergang in eine feste Beziehung, während bei 31 Prozent die gesamte Verbindung einschliesslich der Freundschaft zerbricht. Diese Zahlen sind kein Verbot. Aber sie sind eine deutliche Erinnerung, Dich nicht auf Hoffnung statt auf Klarheit zu verlassen.

Eine minimalistische Zeichnung einer einsamen menschlichen Figur, die auf einer reflektierenden Wasseroberfläche steht und nach unten blickt.

Kleine Rituale, die viel auffangen

  • Journaling nach Treffen
    Schreib Dir auf, wie Du Dich danach fühlst. Ruhig, verbunden, leer, hoffnungsvoll, unruhig. Wiederkehrende Muster lügen selten.

  • Ein innerlicher Check vor dem Schreiben
    Schreibst Du aus Freude oder aus Sehnsucht nach Bestätigung? Dieser Unterschied ist zentral.

  • Körperwahrnehmung statt Kopfkino
    Ein Spaziergang, Atemübung oder stiller Abend ohne Handy zeigt oft schneller als Grübeln, ob Dir die Verbindung gut tut.

Wenn Du anfängst, mehr auf Zeichen als auf klare Worte zu reagieren, brauchst Du nicht mehr Romantik, sondern mehr Ehrlichkeit.

Wann es Zeit ist zu gehen

Wenn Du Dich kleiner machst, Deine Bedürfnisse relativierst oder dauerhaft hoffst, dass der andere sich irgendwann anders entscheidet, ist ein Punkt erreicht. Dann ist Beenden kein Versagen. Es ist Selbstschutz.

Achtsame Verbindungen beginnen immer dort, wo Du Dir selbst glaubst.

Das kleine Fazit

Freundschaft Plus kann funktionieren. Es bedarf allerdings besonderer Abgrenzungsfähigkeit auf beiden Seiten. Nicht jeder ist für „F+“ geeignet, und viele Menschen merken es erst, wenn sie es probiert haben. Insofern wird Freundschaft Plus oft zu einem Experiment, das genauso oft scheitern wie gut gehen kann. Solange Dir bewusst ist, weshalb Du es möchtest: nur zu! Doch erinnere Dich auch gern daran, dass es vollkommen normal ist, eher geschlossene Verbindungen einzugehen. Das ist kein Defizit.


Wenn Du Dir Begegnungen mit mehr Klarheit, geprüften Profilen und einer achtsamen Gesprächskultur wünschst, lohnt sich ein Blick auf Herzwandler. Die Plattform richtet sich an Menschen, die Tiefe, Präsenz und Authentizität suchen und ihre Wünsche respektvoll benennen möchten, auch dann, wenn sie keine klassische Standardbeziehung anstreben.

Die meisten Plattformen fördern Unklarheit. Wenn Du keine Spielchen mehr willst, dann brauchst Du einen anderen Ort.

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  • Spiritueller Berater seit 2010
  • Autor mehrerer spiritueller Bücher
  • Achtsamkeitstrainer
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Letzte Prüfung dieses Beitrags: 1. Mai 2026

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