Missverständnisse um Reinkarnation und frühere Leben — wer war ich?

Ein Thema, welches in dieser Zeit sehr oft Gegenstand von Büchern, Pseudo-Dokumentationen und dem Volksmund wurde, ist Reinkarnation. Hierzu gibt es viele Missverständnisse, mit denen ich mit Hilfe meiner Recherchen gern einmal an gebündelter Stelle versuchen möchte strukturiert aufzuräumen.

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Zweig aus Baum, ich und das letzte Leben

Ein Zweig von vielen

Was sind verbreitete Missverständnisse zum Thema Reinkarnation?

Sehr viele Menschen haben eine äußerst platte Vorstellung zum Thema Wiedergeburt. Identifizieren und charakterisieren wir doch also zunächst einmal die drei großen und verbreiteten Gruppen von Menschen.

Die starren Seele-Körper-Menschen

Sehr oft hört oder liest man von Menschen, die sich vorstellen, ihre jetzige Persönlichkeit (Ego) hat so wie sie heute existiert in einem anderen Körper schon mal gelebt. Sie gehen davon aus, zwischen Seele und Persönlichkeit gibt es eine reine 1:1-Beziehung, und die Seele hüpft eben nach dem Ableben des Körpers weiter in das nächste Embryo und hat dort die gleiche Persönlichkeit wie innerhalb des letzten Daseins, kann sich nur nicht erinnern.

Die wiedergeborenen Tier-Menschen

Während die zuvor genannte Vorstellung zumindest noch den Gedanken einer geistig-evolutionären Weiterentwicklung zulässt, stellen sich andere Menschen eine Wiedergeburt noch etwas bizarrer vor. Sie empfinden sämtliche Energien als gleichwertig und bangen um eine Wiedergeburt als Schildkröte oder sind gar überzeugt im letzten Leben ein Krokodil gewesen zu sein.

Die Was-weg-ist-ist-weg-Menschen

Wieder andere, wohl sehr viele, zweifeln das Thema Wiedergeburt von Grund auf an. Sie empfinden das Bewusstsein als Folge der evolutionären Reife des Gehirns — der Körper erzeugt das Bewusstsein, und wenn der Körper weg ist, ist auch das Bewusstsein fort. Daher könne es auch nicht noch einmal geboren werden, und entsprechend kann es auch noch nie vorher gelebt haben.

Ein Wort vorweg

Warum sollen diese drei Sichtweisen falsch sein? Zunächst einmal sei betont, dass ich es wie immer jedem selbst überlasse, was er glaubt oder nicht glaubt. Ich selbst zählte mich schließlich auch lange Zeit zur letzten Gruppe. Derjenige, der nach direkten Beweisen für Wiedergeburt sucht, sollte sich aber anderen, weltlicheren Themen widmen.

Ich denke die Gewissheit, dass Wiedergeburt keine Einbildung ist, erreicht einen Menschen irgendwann. Niemand soll sich aber gezwungen fühlen, diesen Artikel bis zu Ende zu lesen.

Was ist Reinkarnation wirklich?

Zunächst einmal ist die Frage noch viel grundlegender. Wenn etwas wieder inkarnieren soll, was inkarniert denn dann überhaupt?

Eine Seele ist kein Mantel, der einem toten Körper abgenommen und einem neuen wieder angezogen wird. Eine jede Seele ist ein ungemein hoch strukturiertes, mit einer hohen Informationsdichte angereichertes, energetisches Feld, welches zur vollen Empfindungsfähigkeit in unserer materiellen Welt die Verkörperung benötigt, durch diese aber auch eingeschränkt wird. Was ist damit gemeint: Nötig sind Verkörperungen für bestimmte Lernvorgänge, die in nicht-materieller Existenz nur bedingt möglich wären, einschränkend sind Verkörperungen durch die begrenzte Kapazität der Gehirne der Menschen in ihrer aktuellen körperlich-evolutionären Entwicklung. Es gibt weit mehr als unser noch so geniales Gehirn bislang verarbeiten könnte.

Symbol Recycling und Reinkarnation

Informations-Recycling

Das alles klingt sicher erstmal vollkommen irrelevant für das Thema Wiedergeburt — ist es aber nicht. Es ist notwendig zu verstehen, was eine Seele nicht ist, und vor allem wozu sie hier sein muss. Die nächst logische Frage ist: wie ist das Verhältnis zwischen Seele und Körper?

Das Seele-Körper-Verhältnis

Viele Menschen empfinden das Seele-Körper-Verhältnis nun als 1:1, d.h. eine Seele ist gerade in genau einem Körper, und ein Körper gehört zu einer Seele.

Zunächst einmal sei gesagt, dass ein Körper in bestimmten Fällen durchaus von mehr als einer Seele besetzt sein kann, was „Gott sei Dank“ die Ausnahme bildet. Eine solche Psyche hat immer stark damit zu kämpfen, und es ist fraglich, ob das tatsächlich karmische Ursachen oder ähnliches haben soll. Das ist hier nicht das Thema, auch wenn es wahrscheinlich ist, dass eine solche Seele eben nicht in einem eigenen Körper inkarnieren durfte.

Achtung: Damit sind nicht sogenannte Hybrid-Seelen gemeint (hier klicken für mehr Infos). In einer solchen sind zwar auch zwei (vereinte) Seelen innerhalb eines Körpers beteiligt, allerdings hatte eine davon noch nie inkarniert. Die Psyche trägt hier keine Belastung in Form einer Besetzungserscheinung. Dennoch sind Hybrid-Seelen-Menschen einfach etwas anders (bitte hier klicken für eine Art Checkliste, ob Du eine Hybrid-Seele bist).

Kopf aus Draht

Weit entwickelte Empfindungsapparate

Ein Körper kann also durchaus zu mehreren Seelen gehören, die (hoffentlich) eine geschlossene Persönlichkeit bilden. Von der anderen Seite aus geschaut: ist eine Seele wirklich immer in genau einem Körper? Es ist amüsant wie viele Menschen an Seelenpartner glauben, aber auf Nachfrage dennoch offen kund tun, dass sie mit ihrer Seele immer nur in einem Körper stecken können. Wie Du Deinen Seelenpartner erkennen kannst, ist hier beschrieben (bitte klicken).

Seelenpartner, die wir hier auf Erden treffen könnten, sind nichts anderes als zwei separat inkarnierte Aspekte ein und der selben Über-Seele — und das bringt uns langsam zum Kern.

Wie und warum inkarnieren Seelen?

Eine Seele schickt stets nur Teile (Aspekte) von sich auf die Erde. Diese Aspekte inkarnieren gemäß dem energetischen Resonanzgesetz dort, wo sie ähnliche Merkmale vorfinden. Das bedeutet, ein Seelen-Aspekt inkarniert bei einer Familie, bei der die Seelen-Aspekte der leiblichen Eltern etwa so strukturiert sind, wie sie selbst. Bei der Geburt kopiert sie wesentliche Energiemuster der Eltern, die sie für die Reifung zunächst benötigt, und bald kann sie anfangen die Vorzüge der Körperlichkeit zur Anreicherung der Seele zu nutzen, zu welcher der inkarnierte Seelenaspekt gehört.

Pascal Voggenhuber, ein in der Schweiz sehr bekanntes Medium und Autor mehrerer Bücher, hat hierzu einmal eine sehr tolle Metapher verwendet: die vom Brot-Teig und den Brötchen. Eine Seele ist der Brot-Teig, aus dem sich viele Brötchen backen lassen. Diese Brötchen ziehen in die materielle Welt, um auf ihren Streifzügen den Brot-Teig anzureichern. Irgendwann ziehen sich die Brötchen wieder zurück und sind wieder eins mit dem Brot-Teig.

Das Video dazu gern hier (spannend ab 1 Minute 58 Sekunden):

Das Buch, Kinder in der Geistigen Welt, auf das er sich bezieht, findest Du hier (bitte klicken). Ich kann es sehr empfehlen und glaube, es ist eines der inspirierendsten Bücher, die man zu diesem Thema lesen kann.

Der Brot-Teig selbst ist zwar eigentlich keine Seele sondern eine Überseele, aber ein „Über-Brötchen-Teig“, würde die Metapher vergewaltigen. Das Konzept der Überseelen meint einfach eine Art Seelenverbund, zur gemeinsamen Aufarbeitung von Karma. Was wir für Wiedergeburt wissen müssen ist erst einmal nur, dass stets nur Aspekte einer größeren Seele inkarnieren. Möchten wir diesen einen Aspekt als Seele bezeichnen, würde gelten dass eine solche tatsächlich immer nur in einem Körper gleichzeitig steckt. Wir meinen mit Seele fortan aber Überseele. Miteinander in Verbindung stehende Seelen bezeichnen wir im Übrigen als Seelenverwandte.

Erinnerungen und Erfahrungen sind zwar in der Seele gespeichert und könnten von jedem ihrer Teile abgerufen werden, stammen aber nicht zwangsläufig von diesem einen Aspekt selbst. So kann es auch sein, dass ein Medium mit einem Verstorbenen kommunizieren kann, dessen Seele längst wieder einen Aspekt in einem Körper hat inkarnieren lassen.

Was also ist Re-Inkarnation?

Kurz zusammengefasst: Eine Überseele, kurz Seele, schickt einen Teil von sich auf die materielle Welt um sich selbst zu bereichern. Täte sie das zum ersten Mal, würde sie nicht da stehen, wo sie steht. Sie kann sich nicht zurück entwickeln, da sie stets dort inkarniert, wo sie Ähnlichkeitsmerkmale vorfindet. So kann sie eine Art Treppe hinauf laufen. Alles was folgt, und was durchaus auch Stagnation bedeuten kann, ist dem freien Willen überlassen, der durch die Seele nie verletzt wird. Dennoch können wir die Seele während der Inkarnation stets um Rat fragen.

Nach dem Tod des physischen Körpers wird der inkarnierte Seelen-Aspekt wieder eins mit der Seele. Viele Menschen stellen sich das nun so vor, als würde der Körper die Seele loslassen. Viel treffender wäre aber: die Seele verliert den Körper. Denn alles was ist, ist Bewusstsein. Bewusstsein ist Energie. Materie ist hoch strukturierte Energie. Stirbt ein Körper, geht nichts verloren, schon gar nicht das Bewusstsein, denn das war schon vorher da — es kann nur nicht mehr so schön lernen wie vorher.

Was hat Wiedergeburt mit den Genen zu tun?

Es bleibt die Frage, welchen Einfluss die leiblichen Eltern bei der Weitergabe bestimmter Eigenschaften haben. Ist nicht alles erblich bedingt? Regelt der Bauplan unserer Gehirnbahnen nicht, wie die Grundvoraussetzungen unseres Charakters strukturiert sind?

Die letzte Frage können wir zum Großteil sogar mit „Ja“ beantworten, aber dass eine Seele in genau diesem Gehirn (Körper) inkarniert, ist keinesfalls Zufall, und daher können wir die vorletzte Frage klar mit „Nein“ beantworten. Unser Charakter ist nicht die Folge unserer Gene, sondern unsere Seele sucht sich die zu ihrem „Charakter“ kompatiblen Gene.

Neuronen innerhalb des Gehirns

Clevere Mittel zum Zweck

Die Rolle der Eltern ist nun leicht erklärt. In ein und der selben Familie können die Kinder sehr unterschiedlich ausfallen. Das eine fast ein Universal-Genie, das andere mit extremer Begabung für eine ganz bestimmte Sache, das dritte womöglich sehr durchschnittlich. Wir erben unsere Charaktereigenschaften nicht von unseren Eltern — nicht einmal einen Teil davon. Wir beerben uns selbst, und werden auf Basis unserer karmischen Vorbelastung in die Familie geboren, die zu uns passt.

James A. Long fasst in seinem Buch Bewusstsein ohne Grenzen: Der Mensch und die Lebensgesetze auch die Erbinformationen der DNA als energetische Kombinationen auf:

„Alles, was wir als Vererbung ansehen, ist nichts anderes als der Prozeß eines sich wiederverkörpernden menschlichen Egos, das sich für eine Lebensspanne ins Dasein bringt durch die Vermittlung der Eltern, die selbst gewisse Eigenschaften haben, die mit seinen eigenen korrespondieren. Die einzelnen Kinder in einer großen Familie sind zum Beispiel ganz verschieden, und doch besitzen alle Eigenschaften, die dem Familienstrom gemeinsam sind. Mit anderen Worten, die zur Welt kommende Seele verwendet das Familienkarma als Ausdrucksmöglichkeit; die Eltern erschaffen jedoch das Kind nicht, weder physisch noch geistig noch intellektuell. Sie sorgen für das umweltliche Bühnenbild.“

Warum erinnern wir uns von Hause aus nicht an frühere Existenzen?

Wenn unsere Seele uns mit unserem Vorrat an Erinnerungen versorgen kann, warum erinnern wir uns dann nicht an vergangene Leben?

Zunächst einmal ist auch diese Frage leider wieder sehr unpräzise. Wir haben sehr viele Dinge in Sichtweite, die als Monumente unserer gesamten Seelenexistenz aufzufassen sind, innerhalb des letzten Abschnitts haben wir es schon kurz gesehen. Was wir mit der vorliegenden Frage eigentlich meinen ist soviel wie „Warum erinnern wir uns nicht an die Umstände unseres letzten Lebens?“. Auf beide Fragen wird in diesem Abschnitt eingegangen.

Charakter als Seelen-Vorrat

Als Monument unserer Seele zählt wie geschrieben schon unser aktueller Charakter. Zwei eineiige Zwillinge können bei identischen Genen und gleichen Umweltbedingungen recht verschiedene Charaktere haben. Da ihre Seelenaspekte ähnlich der der Eltern sind, sind sie zwar sicher nicht von Grund auf verschieden, aber können dennoch mit äußeren Einflüssen vollkommen anders umgehen — und hier sind nicht die sozio-dynamischen Aspekte gemeint, wenn zwei Kinder zusammen aufwachsen.

Nehmen wir das Thema Ehrlichkeit. Eines beider Geschwister ist in jeder ernsten Situation, selbst wenn sie sein Ego bedroht, sofort offen, aufrichtig und bereit die Konsequenzen zu ertragen. Das andere windet sich, verschleiert, beschönigt, hält seine Intentionen im Verborgenen und flüchtet vor den Folgen seiner Handlungen. Die erste Seele hatte früher schon Unehrlichkeit als minderwertig erkannt, wodurch unbedingte Ehrlichkeit als Teil des inkarnierten Charakters präsent ist. Die andere Seele darf diesen Reifungsprozess noch erleben, ist unter anderem dafür hier.

Das charakterlich magerere Kind hatte sich die Geburt in diese Familie jedoch bewusst ausgesucht, da diese Familie das Thema Ehrlichkeit auf die Tagesordnung zu setzen scheint. Das suggeriert gleichzeitig, dass es in einer vorherigen Inkarnation schon einmal den Versuch zur Verbesserung unternommen hatte — sonst hätte es diesen Umstand nun ganz sicher gemieden, da er nicht mit dem eigenen Selbst harmonieren würde.

Erinnerungen der Seele als Grundlage des inkarnierten Selbst

Wir können Charakter somit als Folge der Seelen-Erlebnisse, und damit als eine Form der Erinnerung ansehen. Schauen wir uns innerlich an, sehen wir die Summe unserer uralten Erinnerungen.

Kreativität und co sind ebenfalls solche Erinnerungen. Alle guten und schlechten Eigenschaften sind die Folge gelungener und misslungener Konfrontation unserer früheren Schwächen. So kann es kommen, dass zweijährige Kinder Jive tanzen.

Warum erinnern wir uns also nicht direkt an die Umstände unserer letzten Leben? Wir sehen nun schon einmal, dass es ein echter Segen sein kann, dass wir gewisse Umstände vergessen haben. Der Mensch lernt durch Leid und größere Fehler am besten, und schmerzliche Erinnerungen, die heute in dieser Form keine Rolle mehr spielen, würden uns eher belasten als unserem Weg dienen. Das gute alte Karma ist aber natürlich immer noch da und Zeuge unserer Vergangenheit — beschrieben in diesem Artikel (bitte hier klicken). Um der Frage der Erinnerung näher auf die Schliche zu kommen, müssen wir uns das Ego anschauen.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen vergangenen Leben und dem persönlichen Ego?

Wir sehen langsam, dass sich die emotionale und intellektuelle Grundsubstanz in der Seele befindet, und dort inkarnieren darf, wo sie weiter lernen kann und möchte. Dabei geschieht jedoch ein interessanter Effekt. Die Persönlichkeit, die ein Mensch in seinem körperlichen Dasein entwickelt, ist immer wieder einzigartig. Wir können sagen: ein Mensch lebt nur ein Mal. Steht das im Widerspruch zur Wiedergeburt? Nein, denn Reinkarnation spricht von der Seele. Die jeweils völlig neue Struktur einer inkarnierten Seele im Gehirn, die einen freien Willen besitzt und als Einheit mit dem Körper in der materiellen Welt agiert, nennen wir Ego. Das Ego trennt uns gedanklich von anderen Menschen ab und ist in jedem Leben völlig unterschiedlich.

Wenn wir uns geistig, emotional, moralisch und spirituell entwickeln wollen, dann ist diese Trennung auch gut so. Wir inkarnieren nicht zum Selbstzweck, sondern weil wir uns Aufgaben gestellt haben, etwas Neues lernen wollen. Das bedeutet aber, dass die aktuelle „Seelen-Persönlichkeit“ nicht mehr genügt, man über seine Möglichkeiten hinaus wachsen möchte, und daher eine neue, „losgelöste“ Persönlichkeit benötigt, die sich völlig neu entfalten kann. Die Erfahrungen der Seele sind im Informationsvorrat vorhanden, darum sind wir in unserer Entwicklung genau dort wo wir sind. Natürlich kann uns das Ego auch im Weg stehen, aber das steht auf einem anderen, psychologischeren Blatt.

Wenn Du Dich dafür interessierst herauszufinden, wie Deine wahren aktuellen Potenziale aufgestellt sind, und welche Aufgaben auf Dich warten könnten, empfehle ich dir einen Blick in Chinesische Sternzeichen zu werfen oder dein Indianisches Horoskop zu befragen. Als astrologisches Hilfsmittel dient es der Erfassung zentraler Eigenschaften Deiner aktuellen Ausgangsstellung und dem, was Du diesmal noch lernen darfst.

Separate verbundene Menschen

I c h – D u – E r – S i e – E s – W i r – I h r – S i e

Jetzt versteht man vielleicht auch langsam, warum wir uns nicht auf Anhieb an Details, d.h. Umstände unserer letzten Leben erinnern können: wir waren daran nicht beteiligt. Mit „wir“ meine ich gerade natürlich unsere Egos, unsere aktuellen Persönlichkeiten. Sie haben nichts mit einer der vergangenen Inkarnationen zu tun. Lernen wir allerdings Kontakt zu unserer Seele aufzubauen, sind auch alle Details der Inkarnation von Aspekten dieser, unserer Seele abrufbar. Das ist spannend und kann therapeutisch wertvoll sein, um uralte Belastungen aufzuheben, ist aber für die eigene Entwicklung zunächst keineswegs notwendig.

Ich bin Freund von Metaphern, und da ich nicht möchte dass man meine Absätze zwölf mal lesen muss, will ich auch hier eine anbringen. Nehmen wir die des Schauspielers. Eine Person, viele Rollen. In jedem Film sehen wir Johnny Depp in einer vollkommen anderen Rolle. In Fluch der Karibik als Piraten-Kapitän, in Sweeney Todd als Serienmörder. Was ist Johnny Depp nun? Einer der best bezahlten Hollywood-Charakterdarsteller, der wenn ihr mich fragt jeden Cent seines Vermögens verdient hat :) Er hat jedenfalls erlebt, was beide Rollen erlebt haben.

Was soll das bedeuten? Natürlich spielt eine Seele niemandem etwas vor. Zwischen Seele und Ego gibt es aber eben einen (Achtung) himmelweiten Unterschied. Sweeney Todd und Jack Sparrow sind sich nie begegnet, werden sich nie begegnen, haben keinerlei Bezug zueinander, außer dass sie in einer völlig anderen Dimension von ein und der selben Instanz gelenkt wurden.

Welche Rolle spielt das Universum?

Ich werde versuchen, diesen Abschnitt so bodenständig wie möglich zu gestalten. Was ist das Universum denn eigentlich? Wir sehen gern nur unsere Erde, die wir weder zu schätzen wissen noch begreifen, dass sie Teil von übergeordneten Strukturen und Gesetzmäßigkeiten ist. So ist es auch mit uns als Menschen.

Die moderne Quantenphysik kommt nun nicht länger drum herum, dass hinter der Struktur und dem Verhalten von Elementarteilchen eine geistige Beeinflussung liegt. Das zeigen Experimente wie Schrödingers Katze, bei denen klar wird, dass das Resultat eines Experiments vom Beobachter abhängig ist. Materie wird also durch geistige Aktivität beeinflusst.

Prima, und nun? So spannend das im Kleinen ist, so spannend ist es auch im Großen — nur das wir damit im Alltagsverständnis noch weniger anfangen können. Machen wir es also kurz: das Universum ist ein Ausdruck von Intelligenz, Weisheit und Mitleid. Eine rein energetisch beschaffene Wesenheit (kein Mann mit weißem Bart, kein Turban, kein Dreizack oder sonstiger Firlefanz) greift wie jeder Organismus steuernd, ordnend und wechselseitig bereichernd auf alles ein, was Teil von ihm ist. Hier wird nicht bestraft und auch nicht eingeschränkt, aber bei Bedarf und Anfrage gern geholfen.

Universum, Mensch, Liebe

Engaging Universe

Vor allem aber werden Mechanismen bereitgestellt, damit dieser universelle Geist sich auf jedwene Weise erfahren kann, die möglich ist — und dazu gehören Gesetze wie jenes das besagt, dass evolutionäre Entwicklung von materiellen Körpern stattfinden kann, aber auch das geistige Entwicklung der übergeordneten Seelen (Aspekte des Universums) stattfinden darf. Ersteres ist übrigens auch nur eine Folge des letzteren, aber das soll nicht Thema sein.

Was ist nun Inhalt des letzteren Gesetzes? Wenn Körper noch nicht viel länger durchhalten als 100 Jahre, darf eine Seele diese Zeit nutzen und natürlich auch jederzeit wieder neu inkarnieren. Wenn sie sich als bereichert genug ansieht, braucht sie das übrigens auch nicht mehr. In jedem Fall beschützen die Gesetze des Universums den Menschen vor allem, was seine Entwicklung behindert, sofern der Freie Wille dem nicht entgegensteht.

Evolution, d.h. Entwicklung, ist aber immer in die Zukunft gerichtet. Das Ergebnis einer reflektierten Vergangenheit ist durch die beschriebenen Charaktereigenschaften und ihren Auswirkungen auf die aktuelle Persönlichkeit als Erinnerung vollkommen ausreichend. Mehr Erinnerungen sind nicht zwingend notwendig, können sogar behindern, belasten und den Weg erschweren — es wäre kein sehr weises Universum, wenn es das zuließe. Der Tod ist ein geniales Konzept. Er lässt vergessen und weiter streben. In jedem Treppenhaus gibt es mehrere Aufgänge, und das ist gut so. Sobald wir bereit sind, spüren wir mehr.

Warum ist der Begriff RE-Inkarnation eigentlich falsch?

Wir Menschen verstehen bislang alles sehr sequenziell. Erst stehe ich auf, dann frühstücke ich. Erst habe ich ein Leben im Jahr 1752, im Jahr 1810 sterbe ich, und beginne mein nächstes Leben im Jahr 1811. Auch wenn das raumzeitlich, wie wir es verstehen, stimmig wirkt, ist es dennoch nicht ganz richtig.

Alles passiert gleichzeitig. So auch unsere verschiedenen Leben. Wir ändern jedoch mehrere billionen Mal pro Sekunde die Frequenz, wodurch unser Eindruck von Zeit erst entsteht. Wir haben im Beitrag über Raum und Zeit darüber gesprochen.

Doch genau wie unser jetziges Leben eigentlich nicht sequenziell abläuft, sondern nur in Form unterschiedlicher Frequenzen existiert, so verhält es sich auch mit vergangenen Leben. Sie finden in einer anderen (oder „alten“, wenn Du so möchtest) Frequenz von uns statt.

Jetzt wo unsere Fähigkeit zur bewussten Veränderung der eigenen Wahrnehmungsfrequenz reift, wachsen auch unsere Erinnerungen an andere Inkarnationen. Es ist also keine WIEDER-Geburt in dem Sinne, sondern eine gleichzeitige vielfache Verkörperung in unterschiedlichen Frequenzbereichen. Genau wie in unserem Fernseher viele verschiedene Sender zeitgleich laufen, wir aber immer gerade nur einen einschalten und wahrnehmen.

Wie können wir uns an frühere Leben erinnern und was haben wir davon?

Diese Frage können wir aus der Perspektive des Kleinen und des Großen betrachten. Im Kleinen kann die Erinnerung an einschlägige Ereignisse vergangener Leben insofern Wunder wirken, als dass ganz plötzlich Altlasten abfallen, die unserer Vitalität einen enormen Sprung nach oben verschafft. Das funktioniert beispielsweise durch Spiegel-Meditation, die im kleinen Quantentempel sehr gut beschrieben ist (bitte hier klicken).

Beliebt sind auch Rückführungen, bei denen es aber wichtig ist, welche Person sie abnimmt. Hier kann ich Dir die ThetaWeg-Hypnose ans Herz legen — eine Reinkarnationstherapie von Thomas Pfennig. Inhalt dieser Hypnose ist die Aktivierung des Unterbewusstseins, in dem Informationen zu unseren letzten Leben abgelegt sind.

Im Großen wird es viel spannender. Wie mehrfach geschrieben ist die Trennung in „Ich“ und „Du“ nur unserem Ego geschuldet, was aber in Anbetracht unserer aktuellen menschlichen Entwicklung auch seinen Sinn hat. Klammern wir das Ego einmal aus und sehen den unterschwelligen, stärker werdenden Kontakt, den die Menschen derzeit mit ihrer Seele aufnehmen, passieren weit interessantere Sachen.

Globaler Umbruch

Die Menschheit ist in einer großen Unruhe. Das vertraute Leben der letzten paar tausend Jahre hat langsam nichts mehr zu bieten. Es ist ein stiller Umbruch im Gange, der schleichende Wandel in ein völlig neues Zeitalter. Eine spirituelle Wende, wenn wir so wollen, die nichts mit den üblichen Religionskriegen zu tun hat, wartet auf uns. Es wird nicht sprunghaft sein, die Symptome sind jetzt schon ablesbar: Menschen bauen wieder eigenes Gemüse in ihren Gärten an, Burnout rüttelt den Einzelnen zur Entschleunigung wach, man beschäftigt sich mehr mit der eigenen Gesundheit und dem Wohl der Umwelt, arbeitet vielleicht sogar am eigenen Bewusstsein.

Wald mit Sonnenstrahlen

Guten Morgen

Eine spirituelle Rückführung

Es wird eine Zeit kommen, in der sich dadurch auch im Kleinen ganz andere Dinge bemerkbar machen. Unterstellen wir für einen Moment, dass wir alle in der Lage wären uns mit unserer Seele bidirektional zu unterhalten. Uns wäre klar, dass wir uns bislang nur mit unserem Verstandsleben und der eigenen Persönlichkeit identifiziert haben. Unsere Eigeninteressen haben uns aufgezehrt, wir waren Sklave unseres Egos und unserer verwirrten Gesellschaft. Ab und zu spüren wir, wie es sein kann. Selbstaufopferung und bedingungslose Liebe scheinen ab und zu durch die dichten Vorhänge des Einzelnen.

Der Mensch wird in den nächsten 100 Jahren erwachsener werden. Die aktuellen Entwicklungen sind notwendig, um sich auf einen durch den Verstand geprüften, spirituellen Weg zu begeben, der durch die Gesellschaft sinnvoll gefördert wird. Er wird seine eigene Göttlichkeit entdecken und sie nicht länger beim Kreuz an der Wand suchen.

Sich von seinem eigenen Alltagsbewusstsein loszulösen ist ein erster Schritt in diese neue Zeit. Ich freue mich darauf und hoffe meinen Beitrag zu leisten.

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