Karte 34 von 36 · Haus 34 in der Großen Tafel
Die Fische im Lenormand
Die Annahme, mit der fast jeder herkommt: Die Fische bedeuteten Geld.
Was die Karte bedeutet
Die Fische sind das Fließende und das Reichliche. Geld gehört dazu und ist nur ein Teil: Die Karte steht für Mittel jeder Art, für Fülle, für das, wovon genug da ist.
Meist schwimmen zwei oder mehrere Fische in klarem Wasser, manchmal zwischen Pflanzen, manchmal in einem Fluss mit Ufer. Fische kommen selten allein, und sie halten sich dort auf, wo Wasser in Bewegung ist. Beides steckt in der Deutung: Gemeint ist eine Menge, die sich erneuert und weitergegeben wird — eher ein Strom als ein Vorrat, der im Keller liegt.
Denk an eine Phase mit so vielen Aufträgen, dass man Anfragen ablehnen kann. An einen Haushalt, in dem es nie knapp ist mit Essen, Zeit oder Platz für Besuch. An ein Team, in dem Ideen schneller entstehen, als man sie umsetzen kann. Auch das Tauschen und Handeln gehört dazu — der Flohmarkt am Sonntag ebenso wie die Gehaltsverhandlung.
Woher kommt etwas, wohin fließt es? Diese Frage stellen die Fische als erste Karte, und die zweite beschreibt, worum es sich handelt. Als Färbung machen sie eine Sache reichlicher oder beweglicher: ein Fest mit vielen Gästen, eine Arbeit, die etwas einbringt. Ihre Ja-Tendenz ist freundlich, ihr Tempo mittel — Dinge kommen in Gang, nicht über Nacht. Wer in jeder Legung nur nach Geld sucht, übersieht leicht, wo die Karte von Austausch spricht.
Und die andere Seite
Fülle ohne Form. Was fließt, lässt sich schwer halten.
- Gruppe
- Dinge — Was es gibt oder gegeben wird
- Zeitliche Aussage
- mittel — Wochen, nicht Tage und nicht Jahre
- Ja/Nein-Zuordnung
- eher ja — eine Konvention, kein Befund (Modul 9)
Diese Karte neben einer anderen
Hier liegt der eigentliche Inhalt des Systems. Die erste Karte ist das Thema, die zweite die Färbung — dreht man das Paar um, ändert sich die Aussage. Die wichtigsten Nachbarn:
- Die Fische + Das Herz Großzügigkeit aus Zuneigung
- Die Fische + Die Mäuse die Mittel werden weniger
- Die Fische + Der Bär Kraft und Mittel zusammen
- Die Fische + Der Anker Sicherheit, die trägt
Mehr Paare — und die Regel dahinter — im Kombinationsfinder und in Modul 7.
Die Fische in der Beziehungsfrage
Großzügigkeit — und die Frage, ob sie gegenseitig ist. Auch: jemand, der viel gibt, weil Geben leichter ist als Zeigen.
Wo jemand beim Kennenlernen viel investiert — Zeit, Aufmerksamkeit, Einladungen —, liegen oft die Fische, und mit ihnen die Frage, was das bedeutet. In einer festen Partnerschaft berühren sie ein Thema, über das viele Paare ungern reden: wer wie viel beiträgt, nicht nur an Geld, sondern an Arbeit im Haushalt, an Organisation, an Kümmern.
Steckt ein Paar in der Krise, zeigen sie manchmal, dass Großzügigkeit zur Währung geworden ist: Man gibt, um etwas auszugleichen. Bei Trennungen geht es oft ganz handfest um Aufteilung, bei Wiederannäherungen um die Frage, ob wieder etwas hin und her geht. Was der andere mit seinem Geben meint, liest man nicht aus der Karte, sondern höchstens aus dem, was man von ihm kennt.
Woher diese Deutung kommt
Im Spiel von 1799 standen die Fische für Handel und Erwerb. Die Verengung auf „Geld" kam im 20. Jahrhundert dazu.
Was Die Fische nicht bedeutet
- Kein Geldsegen, keine Vorhersage über Einkommen.
Du kannst jederzeit eine Karte ziehen — gemischt aus Deiner eigenen Handbewegung, ohne Anmeldung. Als Tageskarte oder als Dreiersatz.
Alle 36 Karten
Weitergeben
Wenn Dir das hier etwas gebracht hat, gib es weiter. Der Kurs ist kostenlos — es gibt keinen Grund, ihn für sich zu behalten.
Zitieren ist ausdrücklich erwünscht, unter Angabe der Quelle. Der HTML-Link ist fertig zum Einfügen in einen Blog oder in WordPress.