Zwei Fragen, fünf Antworten
Der Typ ist keine eigene Aussage, sondern eine Ableitung. Er folgt aus zwei Fragen an die fertige Zeichnung:
- Ist das Sakralzentrum definiert?
- Hängt ein Motor über geschlossene Kanäle an der Kehle?
| Sakral | Motor an Kehle | Typ |
|---|---|---|
| definiert | ja | Manifestierender Generator |
| definiert | nein | Generator |
| offen | ja | Manifestor |
| offen | nein | Projektor |
| gar kein Zentrum definiert | Reflektor | |
Mehr steckt nicht dahinter. Deshalb kann es auch keinen Test für den Typ geben: Wer die Zeichnung hat, hat den Typ.
Die fünf im Einzelnen
Generator
Ein definiertes Sakralzentrum ohne durchgehende Verbindung zur Kehle. Die Kraft ist da, sie sucht aber keinen Anfang, sondern eine Antwort. Wer als Generator Dinge von sich aus anstößt, arbeitet gegen den eigenen Motor.
Strategie: Warten und auf das reagieren, was kommt · Signatur: Zufriedenheit · Nicht-Selbst: Frustration
Manifestierender Generator
Sakral definiert und ein Motor mit der Kehle verbunden. Daraus entsteht Tempo: Dieser Typ überspringt Schritte, merkt es und geht zurück. Das ist keine Schlamperei, sondern die Arbeitsweise.
Strategie: Reagieren, dann informieren · Signatur: Zufriedenheit · Nicht-Selbst: Frustration und Wut
Eigene Seite zum Manifestierender Generator →
Projektor
Kein definiertes Sakral, mindestens ein definiertes Zentrum, kein Motor an der Kehle. Die Anlage ist Führung durch Wahrnehmung, nicht durch Kraft.
Strategie: Auf die Einladung warten · Signatur: Erfolg · Nicht-Selbst: Bitterkeit
Manifestor
Kein definiertes Sakral, aber ein Motor mit der Kehle verbunden. Dieser Typ kann initiieren; die Umgebung erlebt das als plötzlich.
Strategie: Informieren, bevor Du handelst · Signatur: Frieden · Nicht-Selbst: Wut
Reflektor
Alle neun Zentren undefiniert. Dieser Mensch nimmt auf, was um ihn herum ist, und gibt es zurück. Der Ort und die Menschen entscheiden fast alles.
Strategie: Einen Mondzyklus abwarten · Signatur: Überraschung · Nicht-Selbst: Enttäuschung
Die Häufigkeitsfrage
„70 % Generatoren, 20 % Projektoren, 8 % Manifestoren, 1 % Reflektoren" — diese Zahlen stehen überall. Wer ihnen nachgeht, findet keine Quelle, sondern die nächste Seite, die sie ebenfalls abgeschrieben hat.
Ein Anbieter veröffentlicht immerhin eigene Zahlen, über 201.417 auf seiner Plattform erstellte Charts. Das ist aber seine Nutzerschaft, nicht die Bevölkerung — und nachrechnen kann es niemand.
Die Verteilung lässt sich ausrechnen: jeden Geburtszeitpunkt eines langen Zeitraums nehmen, das Chart rechnen, auszählen. Genau das haben wir im Numerologie-Kurs mit den Lebenszahlen gemacht — dort kam heraus, dass ohne die Meisterzahl-Regel jede Zahl exakt gleich häufig wäre, und dass 13,8 % aller Geburtsdaten von der Rechenweise abhängen.
Für die Typen steht das noch aus. Bis dahin nennen wir keine Prozentzahl. Eine bequeme abgeschriebene Zahl wäre leicht — und wertlos.
Der häufigste Denkfehler
„Welcher Typ ist der beste?" Die Frage klingt harmlos und ist der Kern des Problems: Ein Typ ist keine Note. Projektoren sind nicht feinsinniger als Generatoren, Manifestoren nicht durchsetzungsstärker als Reflektoren.
Besonders anfällig ist die Rede vom „seltenen Typ". Reflektoren gelten als selten, und daraus wird schnell „besonders". Selten heißt selten. Es ist eine Häufigkeitsangabe, keine Auszeichnung.
- Der Typ erklärt nicht, warum jemand erschöpft, unzufrieden oder erfolglos ist. Dafür gibt es hundert Gründe, und der Bodygraph kennt keinen davon.
- Er ist keine Berufsberatung. „Projektoren sollten nicht angestellt arbeiten" ist ein Satz, der Menschen in Schwierigkeiten bringt.
- Und er ist kein Grund, jemanden anders zu behandeln. Wer den Typ eines anderen kennt, weiß nichts über ihn, was er nicht auch durch Hinsehen wüsste.
Welcher Typ steht in meinem Chart? →
Weiter im KursDie StrategieDer Typ allein ändert nichts. Die Strategie schon.