Der Empathische Mensch

Wir leben in einer Welt, in der immer mehr empathische Menschen leben. Grundsätzlich ist diese Zunahme von Empathie ein positives Zeichen der Zeitenwende. Die Menschheit erinnert sich langsam wieder daran, alles zu sein was ist. Ein erstes Symptom davon ist eben das Erspüren des allgegenwärtigen Bewusstseinsfeldes. In diesem Feld schwirren natürlich auch verschiedene Emotionen (Energie in Motion/Bewegung) herum. Steigende Empathie ist also ein im Universum vollkommen natürlicher Sinn, der langsam in uns anklopft.

Doch dieser Sinn ist für viele Menschen noch ungewohnt. Gleichzeitig erfahren sie aufgrund der mangelnden Bereitschaft der Gesellschaft, Höhere Sinne als real anzuerkennen, keinerlei Ausbildung zum Umgang mit ihrer Gabe. Das wird zu einem wachsenden Problem, da Hektik und Verstandsorientierung in der modernen Schnelllebigkeit immer mehr Einzug erhalten und dadurch nahezu überall unausgelebte oder verdrängte Emotionen anderer Menschen anzutreffen sind. Empathische Menschen empfinden ihre Gabe entsprechend eher als Nachteil und würden sie lieber ablegen als mit ihr zu arbeiten.

Ein Empathischer Mensch

Dieser Beitrag beschreibt die Besonderheiten des empathischen Menschen, seine Wahrnehmungen, deren Einordnung, die alltäglichen Erschwernisse, wie er sein Potenzial nutzen und sich selbst schützen kann, ohne sich zu isolieren.

Empathen erkennen: Was ist ein Empath?

Von wem sprechen wir hier? Nehmen wir eine beliebige Situation: Hast Du beispielsweise einmal miterlebt, wie ein Mensch anderen Menschen vorgeführt wird? Herz und Verstand allein können es bewerkstelligen sogenanntes Mitgefühl für einen anderen Menschen zu empfinden. Ein Kollege der vorgeführt wird: „es ist falsch, man tut niemandem weh“. Ist ein Empath dann nur ein Mensch, der solche Empfindungen bewusster, vielleicht leidvoller spürt als andere Menschen? Ja und nein.

Oft wird Empathie einfach dem Mitgefühl oder dem Mitleid gleichgesetzt. Empathie ist jedoch weit mehr als Mitgefühl. In der beschriebenen Situation empfindet ein Empath die emotionale Last nicht als die eines Dritten. Er empfindet sie als die eigene Wahrnehmung, kann meist gar nicht sofort unterscheiden, ob eine Wahrnehmung ihren Ursprung in ihnen selbst oder in anderen Personen hat. Entsprechend wird er auch viel intensiver reagieren und einen anderen Menschen viel stärker in Schutz nehmen wollen als es andere Menschen tun. So erleben sich unausgebildete Empathen tagtäglich als Projektionsfläche energetischer Eindrücke der Außenwelt. Eine Außenwelt, die dadurch keine mehr ist.

Empathische Attribute

Nehmen wir eine andere simple Situation: das Gespräch mit einem Kollegen. Ein Kollege hatte einen stressigen Tag mit einem Kunden. Er betritt den Raum und tritt dir gegenüber. Was empfindest Du dabei? Die allermeisten Menschen sind in sich selbst und nehmen maximal das äußere Verhalten des gestressten Kollegen war, müssen sich damit nicht identifizieren. Sensiblere Menschen spüren wiederum sehr schnell heraus, dass der Kollege gerade einen harten Tag hatte, vermuten eine bestimmte stressige Situation, reichern dies ggf. auch mit ihren Verstand an und kommen zu dem Schluss, dass es ein Kundentermin gewesen sein dürfte.

Doch dann gibt es eben noch eine weitere Sorte Mensch, den energetischen Empathen. Er hat hypersensible Antennen und fühlt die Emotionen seines Gegenübers real mit. Er fühlt dabei jedoch nicht nur den Stress, den sein Gegenüber in diesem Moment trägt. Er fühlt auch sehr genau, wie dieser Stress in seinem Gegenüber wirkt. Fühlt er sich ertappt? Vorgeführt? Möchte er sich einen Fehler nicht eingestehen? Ist seine Zündschnur einfach zu kurz, aufgrund innerer Überlastung? All dies nimmt ein Empath direkt wahr — doch nicht als Geschehnis im Außen, sondern buchstäblich am eigenen Leib. Das ist mehr als nur Einfühlung.

Einordnung und Abgrenzung energetischer Empathie

Energetische Empathie ist nicht gleichzusetzen mit der Empathie des Volksmundes, die sich als allgemeine Sensitivität in Bezug auf andere Menschen beschreiben lässt.

Psychologische Empathie-Definition

Die Psychologie versteht Empathie beispielsweise als:

„Die Fähigkeit, die Stimmungen eines anderen zu erahnen, von außen durch Mimik, Gestik und Sprache zu deuten und einfühlsam damit umzugehen.“ [Zusammenfassung von Wikipedia]

Das Einfühlungsvermögen des energetischen Empathen ist von dieser Sensitivität natürlich nicht unberührt. Auch Hypersensibilität (HSP) fällt in den Bereich der Sensitivität. Dennoch ist das energetische Empathen-Dasein nicht einfach mit Sensitivität oder Hypersensitivität gleich zu setzen. Wir sprechen darüber gleich noch genauer. Zunächst sollte jedoch klar sein, dass die oben genannte Definition nur einen kleinen psychologischen Bestandteil der Empathie als Ganzes darstellt.

Spirituelle Empathie-Definition

Jeder Empath ist extrem sensibel, aber nicht jeder Hypersensible ist ein Empath.

Energetische Empathie lässt sich definieren als:

„Die Fähigkeit der realen Wahrnehmung der Gefühle anderer Personen zur ganzheitlichen Erfassung einer fremden Gefühlswelt, bei der die Unterscheidbarkeit der Wahrnehmung abhängig von der eigenen Bewusstseinsfrequenz ist.“ [Herzwandler.net]

Die bisherigen Definitionen sind deshalb jedoch nicht hinfällig, zeigen sie doch wie vielschichtig das Thema Empathie ist. Der folgende Kasten stellt die möglichen Unterscheidungen gegenüber.

Kognitive vs. emotionale vs. energetische Empathie

Wir kennen mehrere Sorten von Empathie:

  • Kognitive Empathie: mental nachvollziehbares Verständnis der Emotionen des Gegenübers ohne sie selbst nachzuleben (KANN münden in das umgangssprachliche „Mitleid“), als Kompetenz trainierbar beispielsweise über das Humm-Wadsworth-Persönlichkeitsmodell
  • Emotionale Empathie: emotionales Nachempfinden der Emotionen des Gegenübers, ohne sie unbedingt verstehen zu müssen (umgangssprachliches „Mitgefühl“ oder „Einfühlungsvermögen“)
  • Affektive Empathie: Emotionale Empathie, die als eigene emotionale Betroffenheit nachempfunden wird, während man sich der Tatsache, dass die Emotion „von außen“ eingesteuert wurde jedoch bewusst ist. Autisten verfügen oft über affektive Empathie, jedoch über eine geringe kognitive Empathie, wodurch man ihnen erklären muss, was ein bestimmtes Gefühl bedeutet.
  • Energetische Empathie: Wahrnehmung der Emotionen des Gegenübers als wären es die eigenen, d.h. Wahrnehmung reeller Energie, die in einem gemeinsamen Bewusstseinsfeld in Bewegung ist (E-Motion). Energetische Empathie ist eine Sonderform der emotionalen Empathie, die ein Verständnis (d.h. kognitive Empathie) oft einschließt, eine Unterscheidung der Quelle wahrgenommener Gefühle jedoch erschwert. Bei der energetischen Empathie ist es eine Frage der eigenen Bewusstseinsfrequenz, wie sehr man von den „fremden“ Energien mitgerissen wird, und wie gut man sie unterscheiden kann. Emotionale und energetische Empathie sind durch Meditation erlernbar, der Umgang mit einer sehr hohen energetischen Einfühlung (die oft als unfreiwillig wahrgenommen wird) erfordert zudem spezielles Wissen und ständiges Training im Umgang mit „Fremd“-Energien für Unterscheidung und Erhabenheit.
  • Der Ausdruck „HSP“ allein lässt noch keinen Rückschluss auf die jeweilige Empathie-Form zu; zumeist sind es jedoch Menschen mit hoher energetischer Empathie jedoch oftmals geringer Bewusstseinsreife. Was damit gemeint ist folgt jetzt.

Energetische Empathie meint eben nicht nur vollumfänglichere Reizverarbeitung, sondern tatsächlich die Wahrnehmung von mehr Reizen. Diese Reize müssen jedoch nicht zwangsläufig über die 3D-Sinne wahrgenommen werden, sondern können auch über die Zirbeldrüse eingesteuert werden, welche Frequenzen ähnlich einer WLAN-Schnittstelle wahrnimmt und dem Gehirn zur Interpretation verfügbar macht. Daher zählt diese Form des Einfühlungsvermögens in den Bereich der Höheren Sinne, und deshalb können wir auch den voll erleuchteten Empathen nennen — nachfolgend bezeichnet als Vollempath. Dieser nimmt das Universum genau so und vollständig wahr, wie es ist.

Sehr sensitiv und fähig zu Mitgefühl zu sein bedeutet also noch nicht, man sei energetisch empathisch. Doch jeder Empath ist ein hoch sensitives Wesen. Teilweise werden sie zusätzlich auch eingestuft als sogenannte hochsensible Persönlichkeiten (HSP), ohne dass das Voraussetzung wäre. Die Abbildung des folgenden Absatzes veranschaulichst dieses Mischverhältnis.

Die Einordnung von Hypersensitivität und HSP

Hochsensible Personen, kurz HSP, meint zunächst, dass ein Mensch bei gleicher Reizwahrnehmung die vom Reiz vermittelten Informationen sehr viel umfänglicher wahrnimmt als andere. Sie haben offenere Filter. Das ist zwar eine Eigenschaft, die auf jeden Empathen zutrifft, doch bleibt die Frage wie man mit der empathischen Wahrnehmung umgeht. Nicht jeder Empath erlebt die negativen Symptome höherer bewusster oder unbewusster Reizwahrnehmung als störend (das gilt besonders für den ausgebildeten Empathen, der gelernt hat über den Reizen zu stehen). Hierdurch erhält auch nicht jeder Empath eine HSP-„Diagnose“ (HSP besitzt keine ICD-10-Klassifikation!), weil er sich daraufhin gar nicht erst „untersuchen“ lässt.

Verhältnis und Einordnung von Sensitivität, Empathie und Vollempathie - Die Abgrenzung der Hypersensibilität (HSP)

Verhältnis und Einordnung von Sensitivität, HSP, Empathie und Vollempathie

An den Symptomen festgemacht ist HSP in Bezug auf andere Menschen vielmehr der Inbegriff dessen, was einem Empathen widerfahren kann, wenn er ohne gereiftes Wissen um seine Begabung in dieser Welt zu wirken beginnt. Diese Welt wird dabei die sehr viel größere Wirkung auf ihn haben, als umgekehrt. Genau das wirkt jedoch meist abermals schädlich auf den Empathen zurück. Er fühlt sich von der Welt sabotiert und verraten, hat das Verlangen jedem zu helfen, sich vor jedem abzugrenzen oder emotional und mental in Ohnmacht zu fallen.

Empathie vs. freundlich (re-)agieren

Empathisch sein wird oft damit gleich gesetzt, dass man einen liebevollen Umgang mit seinem Gegenüber pflegen müsste. Das ist jedoch nur ein weit verbreiteter Glaubenssatz, der oft genug in negative Resonanz mit dem Selbst geht, und den man daher gern ablegen darf. Der empathische Mensch, der seine Bedürfnisse kennt und seine Grenzen nach außen hin durchsetzt, kann, darf und wird durchaus auch mal recht ausfallend werden, um ein deutliches „Schluss jetzt“ zu signalisieren. Das ist nicht nur in Ordnung, sondern sehr gesund — nicht nur, aber vor allem für Empathen.

Das ist der Grund warum ein energetischer Empath auch nicht zwingend in jeder Situation „empathisch“ reagieren muss. Die verschiedenen Arten mit empathischen Eindrücken umzugehen sind auch genau der Grund weshalb die (Selbst-)Ausbildung eines Empathen von so großer Wichtigkeit ist. Er sollte mit seinen gesteigerten Wahrnehmungen umgehen lernen, um in dieser Welt aufrecht gehen und auf die Weise wirken zu können, wie es ihm selbst und anderen dienlich ist bzw. sein kann.

Verschiedene Sorten HSP’ler

An dieser Stelle ist mir eine Sache ganz wichtig, und an dieser Stelle vielen Dank an Leserin Inci für den lieben Hinweis, dass ein solcher Abschnitt Sinn machen dürfte <3.

HSP ist, wie erwähnt, keine Krankheit. Ein HSP’ler ist nicht krank, sondern einfach nur anders. Die Erkenntnis, dass dieses „Anders-sein“ auch für andere Menschen zutrifft, kann heilend wirken.

Im Sinne einer allumfassenden spirituellen Sicht gilt für jeden HSP’ler, der sich so eingruppieren kann und möchte: er hat ein höheres spirituelles Bewusstsein, und dadurch kommt mehr reingeflattert das beachtet werden könnte. Er darf lernen damit umzugehen, sich nicht zu isolieren, aber auch nicht zu sehr in den Mixer zu springen.

Farbiges Augenpaar

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Ist aber die „Leidensgruppe HSP“ erst einmal erreicht, gibt es zwei Sorten HSP’ler:

  1. Die, die sich informiert haben, sich selbst so eingruppieren aber auf das Label „HSP“ keinen besonderen Wert legen, aber dennoch darauf bestehen dass es keine Krankheit ist, sondern man sich einfach nur von anderen Menschen durch etwas unterscheidet.
  2. Die, die ihr HSP nach außen tragen: sie nutzen es als Entschuldigung, und das auch tatsächlich direkt: „Ich kann nicht mit dir dort hin, ich bin HSP“ und „Tut mir leid, heute und morgen brauchst du von mir nichts mehr erwarten. Ich brauche den totalen Rückzug. Hatte ich dir mal gesagt, dass ich wahrscheinlich HSP bin?„. Diese Gruppe will kurzzeitig die innere Verantwortung meiden, degradiert sich selbst in eine Opferrolle und ist froh, dass die Welt dafür heute einen Namen hat.

Das ist zu 0% abwertend gemeint. Wie erwähnt kann das Wissen darüber, dass es noch andere „Leidensgenossen“ gibt, ebenso heilsam sein wie bestimmte Methoden, die man in Büchern zu Hochsensibilität finden kann. Dennoch kamen fast alle HSP’ler, die ich zu (2) zählen durfte irgendwann bei (1) an — außer ein paar Härtefälle, die einen komplexeren Hintergrund haben, von denen ich auch nie fordern würde, dass sie sich über Nacht finden sollten.

Mein Fazit daraus war, ist und bleibt: „HSP“ ist überflüssig, maximal ein temporärer Rettungsring, um sich innerhalb der Welt der Empathie genauer zu finden. Ich hoffe, das geht in positive Resonanz mit dir und Du weißt es zu verstehen. Du bist anders, aber deshalb nicht eingeschränkt, sondern auf eine spezielle Weise begabt. Nutze es, meide nicht deine innere Verantwortung. HSP ist etwas neutrales, kein goldener Ausweis, aber auch ganz sicher keine psychisch-soziale Entschuldigung. Finde dich zunächst selbst, und bring dann dich und dein herzliches Wesen in die Welt ein — dafür bist Du hier. Mit anderen Worten:

„Hochsensible Menschen kamen nicht in diese Welt, um Opfer zu sein. Wir kamen, um Krieger zu sein. Sei mutig. Gib nicht auf. Wir brauchen alle Männer und Frauen an Deck.“ (Anthon St. Maarten)

Das Empathen-Dasein in Kurzform

Für den empathischen Menschen gibt es keinen Unterschied zwischen außen und innen. Die Trennung zwischen den eigenen Empfindungen und denen anderer Menschen ist nicht existent. Die Wahrnehmung vergänzlicht sich, das „Ich“ verschwimmt. Das ist jedoch weder gut noch schlecht. Es ist schlichtweg im Alltag mit Vor- und Nachteilen, mit Chancen und Risiken verbunden. Besonders wenn wir uns bewusst machen, dass es sehr viel komplexere Situationen gibt als unsere beiden Kollegen-Beispiele.

Oft liest man, ein Empath wird als solcher geboren, und es ist nicht erlernbar. Das Gegenteil liest man jedoch genau so oft: jeder Mensch ist empathisch, der eine wisse es nur und der andere nicht. Meines Erachtens ist beides nicht abschließend richtig. Jeder Mensch ist empathisch geboren, doch nicht für jeden Menschen ist es an der Zeit, dass die empathische Information den Sprung vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein schafft. Energetische Empathie ist eine Frage der Bewusstseinsreife. Grundsätzlich wird jeder Mensch einmal voll empathisch sein, das ist schon heute für jeden förderbar, aber nicht erzwingbar. Für dein jetziges Leben kannst Du jedoch überprüfen, ob Du ein Empath bist oder nicht.

Woher weiß ich, dass ich ein Empath bin? Ein Kurz-Test

Falls Du schon im ersten Absatz in Resonanz mit den Kollegen-Situationen gehen konntest, steht die Chance hoch, dass Du selbst ein Empath bist.

Empathisches Paar

Du als Empath?

Stell dir doch darüber hinaus einmal folgende Fragen zur Klassifizierung deiner persönlichen Empathie.

  • Hast Du einen schier unerschöpflichen Wissensdurst, bist immer dabei das aufzusagen, was Du erfahren kannst?
  • Sind öffentliche Orte, ihre Eindrücke, Gerüche, etc. für dich oft überwältigend?
  • Bist Du ein guter Zuhörer?
  • Nimmst Du in Gesprächen mit einem Menschen deine eigenen Emotionen als wankelmütig wahr?
  • Wirkst Du auf andere manchmal launisch?
  • Wenn anderen Leid oder Ungerechtigkeit zugefügt wird, empfindest Du das als schier untragbar?
  • Fällt es dir schwer, „Nein“ zu sagen? Spürst Du den Frust deines Gegenübers, wenn Du es dennoch tust?
  • Nimmst Du deine eigenen Bedürfnisse meist weniger ernst als die der anderen?
  • Kannst Du meist klar sagen, ob jemand die Wahrheit sagt oder nicht? Möchtest Du die Wahrheit erfahren?
  • Spürst Du wohlmöglich sogar die körperlichen Symptome kranker Menschen in deiner Gegenwart?
  • Hast Du oft Rückenschmerzen, ohne dass dein Rücken körperlich angestrengt oder zu wenig bewegt wurde?
  • Sind viele Menschen mit psychischen Lasten in deinem Leben?
  • Schildern dir viele Menschen ihre Probleme?
  • Fühlst Du dich oft leer und ausgelaugt, ohne dass Du einen konkreten Anlass dazu siehst?
  • Möchtest Du gern viel allein sein?
  • Siehst Du dich als kreativ begabt?
  • Bist Du in Liebe zu Natur und Tieren?
  • Fühlst Du dich in Unordnung unwohl?
  • Hast Du Tagträume?
  • Empfindest Du Regeln und Kontrolle als Gefangennahme deiner Selbst?
  • Nimmst Du die Stimmung der Allgemeinheit, unabhängig von örtlicher Nähe, wahr? Fühlst Du den Unterschied zwischen Sonntag und Montag, egal ob Du selbst arbeiten bist oder nicht?
  • Hast Du ein starkes Interesse oder aber Angst vor der übersinnlichen Welt?
  • Nimmst Du die Qualitäten von Essen wahr?
  • Hast Du eine starke Intoleranz gegenüber Narzissmus?
  • Kaufst Du ungern gebrauchte Sachen?
  • Beobachtest Du Angewohnheiten in dir, um deine Reiz-Überlast zu kompensieren?

All das sind potenzielle Symptome dessen, was den Alltag eines Empathen ausmacht. Wenn Du viele oder alle dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kannst (die Drogen-Fragen sind weniger eng zu sehen), bist Du mit großer Sicherheit ein energetischer Empath. Hier sind weder Glückwunsch noch Beileid angebracht. Sprechen wir kurz über die Vor- und Nachteile einer Empathen-Existenz.

Die Vorteile der Empathiefähigkeit

Oft sieht ein Empath nur die negativen Seiten seines Daseins. Die Außenwelt wiederum überhöht entweder gern seine Fähigkeiten oder wertet den empathischen Menschen als sensibel im negativen Sinne ab. Beides ist sicher verkehrt. Der empathische Mensch hat jedoch ganz klar eine Reihe von Fähigkeiten:

  • Ganzheitliche Wahrnehmung eines Menschen auf emotionaler, mentaler, körperlicher und sogar bewusstseinstechnischer Ebene
  • Jeder Mensch ist gläsernd, dadurch lassen sich Lügen nach außen und nach innen (Selbstbetrug) durch den Empathen gut erkennen, was sich in therapeutischen Berufen auszahlen kann
  • Sie spiegeln die Innenwelt des anderen automatisch zurück, da sie es als Teil ihrer selbst empfinden. Das klingt zunächst negativ, doch eben durch diese aktive Spiegelung wirken sie oft heilsam auf andere Menschen, die ihre eigenen Defizite noch einmal vorgelebt bekommen und den eigenen Schmerz ablegen können
  • Durch das starke Energiefeld eines in sich zentrierten Empathen kann sich die Stimmung einer Gruppe spürbar heben (fairer Weise aber natürlich auch senken, sobald die Stimmung des Empathen entsprechend niederfrequent ist)
  • Empathen sind durch ihre altruistische Haltung ideal für ehrenamtliche Berufe geeignet
  • Vollempathie ist als eine Entwicklungsstufe zu verstehen, die viele positive Aspekte hat, so man sein eigenes Selbst nicht nur rein weltlich beschreibt

Empathische Lasten im Alltag

Wir sehen an den Vorteilen eines Empathen durchaus auch schon seine Nachteile.

Mönch mit Last

Hohe Lasten

Doch folgende Punkte lassen sich mit entsprechender Ausbildung leicht in den Griff bekommen:

  • Empathen sind anfällig für emotionale Impulse anderer Menschen
  • Zu starkes und zu ungefiltertes Zurückspiegeln anderer Menschen nimmt einem im Alltag Möglichkeiten im Umgang mit den gespiegelten Personen (einfaches Herausbläken von dem, was der eigene menschliche Teil als Reaktion als notwendig empfindet kommt selten gut an)
  • Das eigene Spiegeln wird oft mit dem psychischen Mechanismus verwechselt, dass uns die eigenen Probleme am anderen stärker auffallen; das stimmt auch, doch wohlmöglich haben wir gar nicht alle der Probleme, die wir „eneregtisch veranlasst“ zurückspiegeln
  • Schlechte Angewohnheiten wie der Konsum von Genussmitteln, Nikotin, Alkohol oder Cannabis sind nicht untypisch für Empathen, die sich einen Weg suchen dem Alltag zu entfliehen
  • Man neigt dazu, sich entweder zu stark zu engagieren oder sich zu stark abzuschotten und sich sozial zu isolieren
  • Durch die anfängliche Nicht-Trennbarkeit von fremden und eigenen Wahrnehmungen hält sich der Empath wohlmöglich für einen schlechten Menschen mit schlechtem Karma oder schlechtem Charakter, ohne dass es immer Anlass dazu gäbe
  • Die übersinnliche Herkunft des empathischen Sinns wird gern geleugnet, ganz gesellschaftskonform, und entsprechend lässt man die Kritik eines anderen sehr stark an sich heran, stärker als es notwendig wäre, und fühlt sich zwangserzogen
  • Der Empath sucht nach Erklärungen für seine Eindrücke im Bereich der natürlichen Sinne: die Flucht in die Störungsdatenbank: „Oh Gott, ich bin HSP’lerIn!“
  • In Beziehungen neigt man als Empath dazu, sich zu stark auf andere einzulassen und sich so von ihnen abhängig zu machen. Das Herz und das Verständnis allein regieren. Die einzige Frage im Raum lautet dann: „Wie kann ich die Bedürfnisse des anderen befriedigen?“; das ist selbstverständlich mehr als ungesund und bietet Angriffsfläche zur Manipulation. Es ist gut, jemanden kennenzulernen der die eigene empathische Neigung teilt — hierfür habe ich kürzlich den Herzwandler SingleTreff als kostenlose Singlebörse ins Leben gerufen, in der sich Menschen wie Du treffen und kennenlernen können.
  • Die eigenen Bedürfnisse werden nicht ausreichend beachtet, sind teils gar nicht bekannt, versinken unter der Decke der eigenen Empathie. Man fühlt sich ausgenutzt und unfähig zu sagen was man möchte. Auch „Nein“ sagen fällt anfangs schwer, da man den Frust des anderen als den eigenen empfindet.
  • Man gibt früher oder später anderen die Schuld für das, was einem widerfährt
  • Später tritt starkes Pendeln zwischen stringent-undiplomatischem „Ich sage dir jetzt was ich von dir halte“ (Schutz und Abwehr, die verletzt) und untertänigem „Ich werds dir schon recht machen, bin ganz lieb“ ein. Dieser Wechsel ist jedoch gesund und leitet die Integration beider Bestandteile für einen gesunden Egoismus ein.
  • Empathie kann uns oft blenden in dem Sinne, dass sie unseren Verstand überlagert und wir dadurch im wahrsten Sinne fremdgesteuert werden

Zu letzterem Punkt empfehle ich dir diesen interessanten Artikel des Psychologen Bloom, der eine Schattenseite der Empathie tatsächlich ganz gut darstellt: den Fakt, dass wir uns von der Empathie eben manchmal das Denken ersetzen lassen. Erstens denke ich aber, dass empathische Wahrnehmung, solange sie auf die gesamte Situation angewendet wird, sehr wohl auch dem Verstand helfen kann. Wir entwickeln durch Empathie eben auch sehr starkes Verständnis: nicht nur für die sogenannte „Opfer“-Seite, sondern auch für die sogenannte „Täter“-Seite — wir erkennen, dass diese beiden Begriffe irreführend sind. Wir müssen nur eben lernen Empathie in die richtigen Bahnen zu lenken und unsere Wahrnehmungen mit dem Verstand zu prüfen. Doch das ist genau Teil der Erschwernis: mehr Möglichkeiten, mehr Verantwortung.

Zweitens fasst Bloom, dem psychologischen Denken geschuldet, Empathie aber auch zu eng: Bloom reduziert Empathie auf das Nachempfinden fremder Eindrücke auf Basis eigener Erfahrungen. Das ist für Psychologen natürlich nicht untypisch und verständlich. Energetische Empathie benötigt aber keine Erfahrungsgrundlage, selbst wenn sie ungemein hilft, das Empfundene einzuordnen. Man nimmt energetisch sehr wohl auch Dinge empathisch wahr, die man zuvor noch gar nicht im Sinne einer eigenen Erfahrung kannte. Das passt aber nicht auf das psychologische Fundament und wir müssen es in seinem Denken nicht vermissen. Wenn eine empathische Empfindung jedoch auf unverdauten oder als negativ bewerteten Erfahrungsschatz fällt, sollte die Antwort meines Erachtens nicht sein, sein Einfühlungsvermögen zurückzunehmen, und sich mit weltlicheren Sinnen zu begnügen. Vielmehr sollte der Umgang mit Empathie gelernt werden. Dazu kommen wir später.

Marienkäfer

Im Sein

Wir stellen dennoch fest: es gibt auf den ersten Blick mehr negative als positive Aspekte für Empathie zu nennen. Doch früher oder später stellt jeder Empath fest, dass die ausgebildete Form seines Seins qualitativ mehr bietet als die reine Anzahl von Negativpunkten zu Beginn seiner Reise.

Umgang mit Empathie lernen: Was tun?

Wenn wir aber noch am Anfang mit der Reifung unseres empathischen Sinns stehen, stellen sich einige Kernfragen:

  1. Wie kann ich fremde Eindrücke von meinen eigenen unterscheiden?
  2. Wie kann ich meine eigenen Bedürfnisse erkennen? Wie kann ich sie anerkennen?
  3. Wie lerne ich Nein zu sagen?
  4. Woher weiß ich, ob ich mich zurückziehen sollte oder nicht?
  5. Wie schaffe ich es, mich nicht zu isolieren?
  6. Wie schaffe ich es, andere nicht zu verletzen?
  7. Wie schaffe ich es, mich nicht von meiner Empathie blenden zu lassen?

Das Empathen Survival Kit — Hilfe und Überlebensausrüstung

Über die Beantwortung der vorgenannten und weiterer Fragen sowie über positive wie auch vermeintlich negative Aspekte der Empathie sprechen wir im „Empathen Survival Paket“. Wir werden uns Chancen ansehen und wie man sie nutzt. Wir werden Risiken betrachten und wie man sie mitigieren kann. Einerseits um die positiven Seiten der empathischen Empfangsbereitschaft besser nutzen und für sich selbst besser erleben zu können — vielleicht sogar um anderen besser zu helfen, ganz ohne dass das das Ziel sein soll (!). Andererseits um den Einschränkungen des empathischen Daseins entgegenzuwirken, sie vielleicht sogar verschwinden zu lassen.

Herzwandler - E-Book - Empathen Survival Kit

E-Book für PC/Mac/Druck, 128 Seiten als PDF-Download

Dieser Ratgeber ist dabei keine blanke Theorie und auch keine Verdeutlichung all der Probleme, die Du längst kennst. Dieses Survival Kit ist ein praktischer Leitfaden für all diejenigen, die um ihre innere Begabung wissen und mit ihr gezielter und mit weniger Seitenwind leben wollen.

Konkret kümmern wir uns im E-Book (PDF für PC/Mac/Druck, 3. Auflage vom 09.07.2017) auf 128 Seiten um folgende Themenfelder:

  1. Kapitel 1: Der Empathische Mensch
    Was macht einen empathischen Menschen aus? Bist Du ein Empath?
  2. Kapitel 2: Empathie als höherer Sinn
    Du lernst energetische Empathie im Sinne des Universums zu deuten und verstehst, was das für dich bedeutet.
  3. Kapitel 3: Die empathische Herausforderung
    Vor- und Nachteile des empathischen Daseins und was Du tun kannst.
  4. Kapitel 4: Empathische Erhabenheit
    Du lernst die Grundvoraussetzungen empathischer Reife kennen, lernst die Wichtigkeit von Selbsterkenntnis und Achtsamkeit und beantwortest die Frage „Wie unterscheide ich eigene und fremde Empfindungen voneinander?“
  5. Kapitel 5: Ein Leitfaden für empathische Stabilität
    Du lernst, wie Du im Umgang mit anderen Personen bei dir bleiben, deine Bedürfnisse wahrnehmen und schätzen und für dich einstehen kannst, ohne dich oder andere zu verletzen oder zu betrügen. Du lernst weiterhin, wie Du deine Empathie gezielt zum Positiven für dich und andere Menschen einsetzen kannst.
  6. Kapitel 6: Werkzeuge für empathische Immunstärke
    Tägliche Zerreißproben und ihre Abwehr in der Praxis — Achtsamkeitsübungen für den Alltag, die DO’s und DON’Ts des Empathen-Alltags und Werkzeuge für den energetischen Schutz vor ungewollten Einflüssen.
  7. Gratis Bonus: Bewusstseinstraining
    Übungen zur Fokussierung deiner Aufmerksamkeit und der Reifung deines Bewusstseins für emotionale Unabhängigkeit.
  8. Gratis Bonus: Mudras zur psychischen Entlastung
    Eine Auswahl an Finger-Übungen, den Mudras, zur Entlastung deiner Psyche.
    Alle zukünftigen Auflagen sind für dich inklusive und kostenlos! KEIN ABO!

 

Achtung. Jeder Mensch ist anders. Bitte lies diesen Ratgeber sehr differenziert. Ich werde versuchen so viele Seiten wie möglich zu beleuchten. Das ist auch nötig, damit klar wird, dass deine empathische Wahrnehmung nicht weniger normal ist als die anderer Menschen. Nichts ist normal. Nichts ist unnormal. Lies dieses Paket vollkommen unbelastet. Pick dir die Dinge raus, die für dich nützlich sind, und vergiss den Rest. Bei Fragen melde dich jederzeit.

Deine vielleicht letzte große Prüfung

Schließen möchte ich diesen Beitrag mit einem persönlichen Statement. Ich weiß Du fühlst dich derzeit vom Alltag verschandet, stellst in Frage was das alles soll. Vielleicht kannst Du diese negative Energie fallen lassen wenn ich sage: die empathische Lehre ist eine finale. Jeder irdische Inkarnationszyklus mündet in die Herausbildung eines empathischen Wesens. Wenn Du diesen Abschnitt gemeistert hast, gelernt hast dich von der Empathie nicht beliebig hin und her bewegen zu lassen, wirst Du fest stellen: Du hast in diesem Leben so viel in dir transformiert wie noch nie, und dabei dennoch so ungemein viel Gutes bewirkt. Empathie ist gut, was sie mit dir tut aber manchmal schwer zu bändigen. Andere Seelen werden dir für deine bloße Existenz rückwirkend bald ungemein dankbar sein. Du wirst anschließend spüren: keine Inkarnation war so bereichernd für dich und dein Universum, wie deine jetzige. Gib jetzt nicht auf.

Klick hier um mehr über das Empathen Survival Kit zu erfahren…

Universal Love -Erik

Übrigens: Für jedes neue Mitglied der Herzwandler-Gemeinschaft gibt es das kostenfreie E-Book "Die 17 Hindernisse der Erleuchtung", greif gern zu:
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