Ecstasy / Extasy — Wirkung, Risiken und Folgen

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Ecstasy, eingedeutscht Exstasy geschrieben, wird oft als bewusstseinserweiterndes Mittel bezeichnet. Dieser Beitrag möchte diesbezüglich aufklären. Der Fokus liegt auf den Einflüssen auf die Wahrnehmung. Was hat es mit dieser viel zitierten Partydroge eigentlich auf sich?

Exstasy leitet sich ab vom Wort Ekstase. Es geht also um die gezielte Erreichung eines Zustandes mit Hochgefühl und angenehmen Sinneseindrücken. Doch hier sehen wir schon, wie sich wahrnehmungshemmendes Extasy von bewusstseinserweiterndem DMT oder Ayahuasca unterscheidet. Doch eins nach dem anderen.

Was ist Extasy bzw. Ecstasy?

Extasy ist das Label eines synthetisch hergestellten Aufputschmittels. Es besteht nicht aus körpereigenen Stoffen, sondern wirkt mit körperfremden chemischen Verbindungen auf das Nervensystem ein. Es hat daher eine Reihe von Auswirkungen auf die Reizverarbeitung des Gehirns. Das können wir zwar als Wahrnehmungsveränderung beschreiben, doch damit ist es noch keine Bewusstseinserweiterung.

Eine Erweiterung des Bewusstseins würde bedeuten, dass wir mehr von dem wahrnehmen das tatsächlich vorhanden ist. Als würden wir durch die Linse einer Infrarot-Kamera schauen, die infrarotes Licht wahrnehmen kann, das unser Auge selbst nicht sieht.

DMT tut genau das, es fördert die Wahrnehmung. Extasy jedoch nicht, es verwischt sie. DMT fährt die Filter des Gehirns herunter, Extasy gaukelt dem Gehirn etwas vor. Man fühlt sich künstlich glücklich, doch auch das nur kurzfristig. In der Technoszene ist es daher eine beliebte Partydroge.

Extasy

Extasy: Plötzliche Freiheit oder manifestierte Handschellen?

Der Wirkstoff Methylendioxy-N-methylamphetamin (MDMA)

Der Hauptwirkstoff von Extasy ist das 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin (MDMA), aus der Gruppe der Amphetamine. MDMA war zu Beginn der 80er Jahre der Hauptbestandteil von Extasy. Heute ist Extasy vielmehr ein Oberbegriff für verschiedene Phenylethylaminen.

Die verschiedenartige Zusammensetzung der im Umlauf befindlichen Extasy-Pillen ist deshalb ein großes Problem, weil die einer bestimmten Substanz zugesprochene Wirkung sich von einer Pille zur nächsten vollkommen unterscheiden kann — beides wird jedoch als Ecstasy verkauft.

Regelmäßige Konsumenten fordern den MDMA-Bestandteil ein, der sich jedoch nur insofern messen lässt, als dass er enthalten oder nicht enthalten ist. Wenn er aber enthalten ist bedeutet das noch nicht, dass nicht noch andere Stoffe enthalten sind, die dem Körper des Konsumenten noch mehr schaden können.

MDMA selbst wirkt innerhalb von etwa 20 Minuten (abhängig vom Körper des Konsumenten) für etwa vier bis sechs Stunden. In einer MDMA-Ecstasy-Pille sind nach verschiedenen Studien entweder 1 bis 216 mg oder 43 bis 113 mg MDMA pro Pille enthalten.

Extasy Pillen

Der bunte Einstieg in die Abwärtsspirale

In die Pillen werden oft Markenzeichen eingepresst, die jedoch keinen Rückschluss auf die Inhaltsstoffe bieten.

Verschiedene Sorten Extasy

Wie erwähnt gibt es nicht die eine Sorte Ecstasy. Neben den MDMA sind in Extasy-Pillen auch enthalten:

  • Amphetamin (Speed), N-Methylamphetamin
  • 4-Methoxyamphetamin (PMA)
  • meta-Chlorphenylpiperazin (mCPP, ein Piperazinderivat)
  • para-Methoxy-N-methylamphetamin (PMMA)
  • 3,4-Methylendioxyamphetamin (MDA)
  • 3,4-Methylendioxy-N-methylcathinon (MDMC)
  • 3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin (MDEA)
  • 2-Amino-1-(3,4-methylendioxyphenyl)butan (BDB)
  • 2-Methylamino-1-(3,4-Methylendioxyphenyl)butan (MBDB)
  • 4-Brom-2,5-dimethoxyphenylethylamin (2C-B)

Zusätzlich zu diesen beigemischten Substanzen, die oft der Streckung dienen, gibt es auch zwei Extasy-Sorten, die gänzlich von der Pillenform zu unterscheiden sind: Bio- und Liquid-Extasy.

Herbal- oder Bio-Ecstasy

Neben MDMA-basiertem Extasy existiert auch Herbal- bzw. Bio-Ecstasy, welches eine eingeschränkt legal erhältliche Droge darstellt und sich zusammensetzt aus einer Mischung aus:

  • Guaraná
  • Koffein
  • Ephedra (rezeptpflichtig)
  • und anderen Stoffen

Es ist eine Extasy-Form mit nur leicht aufputschender Wirkung, die mit den Turin-haltigen Energy-Drinks gleichsetzbar ist.

Fantasy- oder Liquid-Extasy

Extasy das auf Gammahydroxybuttersäure (GHB) basiert wird Liquid Ectasy genannt und wirkt anders als Extasy in Pillenform. GHB wurde in den 60er Jahren als Narkosemittel entwickelt, findet heute aufgrund seiner vielen Nebenwirkungen jedoch kaum noch Verwendung. Leistungssportler setzen es jedoch vereinzelt als Dopingmittel ein.

Nicht zuletzt wegen seines Einsatzes als Vergewaltigungsdroge steht GHB heute unter dem Betäubungsmittelgesetz.

Die Wirkung von GHB setzt nach etwa 10 bis 30 Minuten ein und hält bis zu drei Stunden an. Die Wirkung selbst ist stark abhängig von der Dosierung:

  • Geringe Mengen GHB wirken entspannend und beruhigend, unter Umständen auch euphorisierend.
  • Höhere Mengen GHB wirken einschläfernd, mindern die Gedächtnisfähigkeit und machen bewusstlos

Nebenwirkungen treten besonders beim Mischen mit anderen Drogen wie Alkohol oder Nikotin auf. Die Wirkung ist dann nicht vorhersagbar.

Die Wirkung von Extasy

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Das Ziel von Ecstasy ist eine exzentrische Aufhellung der Stimmung. Entsprechend gemindert wird beim Konsum von Extasy das Urteils- und Konzentrationsvermögen. Nach etwa zwanzig Minuten stellt sich für die besagten etwa vier bis sechs Stunden ein unbedachtes Gefühl von Zugehörigkeit ein. Dieses Gefühl entsteht jedoch nicht durch eine gesteigerte Verbindung zum eigenen Höheren Selbst, sondern durch die Verminderung der Wahrnehmung der eigenen Realität.

Wenn Du weniger Gerüche, weniger Verspannungen und weniger Präsenz im Jetzt hast, flüchtest Du in eine vermeintlich bessere Welt. Doch genau hier liegt der Trugschluss: der heutige Mensch ist weder im realen Jetzt noch ausreichend erhaben genug über seine vermeintlich negative Umwelt.

Vom Jetzt und dem Bewusstsein

Der Schlüssel wäre vielmehr, sich gezielt in den Moment zu begeben. Im wahren Jetzt lässt sich reale, unbegrenzte und gänzlich ungefährliche Ekstase erleben. Stattdessen kapitulieren Menschen gern vor Ihrem Alltag, und sehen sich spirituell nicht in der Lage den Moment zu genießen. Die Antwort ist dann eine künstlich herbeigeführte Entfernung von der Realität und den eigenen Sinnen. Das ist die biochemische Wirkungsweise von Extasy.

Liquid Extasy fraktal

Scheinwelten

Mit realer spiritueller Ekstase hat Extasy jedoch gemeinsam, dass sich Gefühle von Glück, Offenheit und Angstlosigkeit einstellen. Doch genau das wäre auch durch Auflösung von Altasten möglich, durch Akzeptanz der eigenen höheren Macht, nicht durch seine Außenwelt oder seine Vergangenheit regiert zu werden. Es kann spekuliert werden, dass Extasy-Anhänger nur einen einzigen Ayahuasca-Trank zu sich nehmen müssten, um ihr Leben und ihr eigenes Wesen völlig neu zu bewerten.

Alternativen zu Ecstasy

Viele Extasy-Konsumenten sehen ihre Stammdroge als Alltagsflucht. Hier wiederum wären Cannabis und Sensi Seeds die weit weniger gefährliche Wahl. Doch selbst wenn es jemandem um Bewusstseinserweiterung gehen würde können wir klar festhalten, dass Ecstasy das bewusste Sein samt höherer Wahrnehmung des Einzelnen nicht hebt, sondern senkt.

Wer eine Erweiterung seines Bewusstseins durch externe Aufnahme von Substanzen anstrebt, sollte sich mit DMT und Ayahuasca beschäftigen. Das jedoch keinesfalls zum Zwecke der Alltagsflucht, sondern nur aufgrund ernsthafter spiritueller Erkundung.

Die Folgen des Extasy-Konsums

Durch die verminderte Reizverarbeitung des Gehirns werden die körpereigenen Warnmechanismen außer Kraft gesetzt. Der Betroffene gibt sich seiner Ekstase hin und hat keine Möglichkeit mehr zu beurteilen, wie es ihm körperlich geht.

Die Symptome eines Extasy-Rausches sind entsprechend:

  • Kreislaufprobleme
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Krämpfe
  • Muskelverspannungen
  • Brechreiz

Die Stärke der Empfindung dieser Symptome ist wie immer abhängig von den Toleranzen des Einzelnen.

Liquid Extasy oder GHB bewirkt darüber hinaus oft:

  • Atembeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Lähmungen
  • Bewegungsstörungen
  • Blutdrucksenkung

Wenig überraschend folgt auf den Konsum von Extasy daher akute Erschöpfung durch Überhitzung und Flüssigkeitsmangel. Der Konsument denkt zwar, er könne tagelang durchtanzen, doch genau das ist eben nur ein irrealer Eindruck durch verminderte Wahrnehmung. Man schafft sich eine Scheinwelt, die im Extremfall sogar in Hitzschlägen und Nierenversagen münden kann.

Traurig bis depressiv

Der Blick in Richtung Extasy

Die Folgen wiederholten Extasy-Konsums sind noch fataler. Der ständige Wechsel zwischen Scheinwelt und Wirklichkeit resultiert in:

  • Manifestierung von Depressionen
  • Etablierung von Persönlichkeitsstörungen
  • Entfremdung von der Realität
  • Aufbau von psychischen Abhängigkeiten

Der letzte Punkt ist besonders fatal. Dadurch, dass man sich in der realen Welt immer unwohler fühlt, zieht es den Konsumenten umso stärker zurück zur Extasy-Pille. Dies vollendet den Teufelskreis und die Abwärtsspirale, wie sie auch beim Cannabis-Konsum psychisch labiler Personen auftreten kann. Im Falle von Extasy nur auf sehr viel direkterem Wege, und ohne dass man vorher zwingend psychisch labil sein müsste. Selbst ein psychisch stabiler Mensch wird durch Extasy zwangsläufig von der Realität entfremdet. Die Empfindungsfähigkeit zu sich selbst und seiner Umwelt wird herabgesetzt — das genaue Gegenteil von Bewusstseinserweiterung. Extasy ist gleichzusetzen mit einer Bewusstseinsverminderung.

Die Probleme eines Extasy-Konsumenten sind jedoch nicht direkt äußerlich wahrnehmbar. Es findet keine selbstgewählte Ausgrenzung statt. Vielmehr mündet Extasy-Konsum in schleichender Antriebslosigkeit, die sich dem Betroffenen vor allem in Zeiten der Ruhe offenbart. Besonders wenn die Droge abgesetzt wird, ist dies für denjenigen spürbar — jedoch kaum für Angehörige.

Ein Extasy-Fazit

Bewusstseinserweiterung bedeutet die Steigerung der Wahrnehmung. Da wir mit meditativen und anderen Methoden die Wahrnehmung unseres Körpers als Bewusstseinsantenne steigern können, existieren natürlich auch bewusstseinserweiternde Substanzen, die das selbe können. Extasy zählt nicht dazu. Extasy verringert sogar die Wahrnehmung des Körpers in Form der Beeinflussung des Gehirns durch künstliche Glückshormone.

Mit der Konsumierung von Extasy arbeitet man grundsätzlich gegen sich selbst. Du wirst einen kurzzeitigen Aufputsch erleben (nicht zu verwechseln mit Entspannung). Doch sobald diese Ekstase abgeklungen ist, geht es psychisch ebenso weit wieder bergab. Wiederholst Du dieses Schaukelspiel zu oft, erlebst Du diesen Effekt im Großen. Du erntest chronische Niedergeschlagenheit und körperliche Mangelerscheinungen.

Der Körper hat ein eigenes Glückshormon, das Serotonin. Bei zu häufigem Extasy-Konsum wird die Fähigkeit zur unbewussten Produktion dieses Hormons herabgesetzt. Man wird abhängig von der künstlichen Herbeiführung des Glückszustandes und begibt sich so in eine klare Falle. Der Konsum von Extasy sollte unter allen Umständen vermieden werden. Behalte deinen Drink auf jeder Feier bei dir und nimm keine spendierten Drinks an.

Es erübrigt sich zu sagen, dass Extasy zum Zwecke der Bewusstseinssteigerung keinerlei Potenzial in sich trägt. Lass unbedingt die Finger davon. Wenn Du auf externe Mittel zur Steigerung deines Bewusstseins setzen möchtest, wähle DMT bzw. Ayahuasca.

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