Stufe 3 · Zu zweit gelesen Modul 10 von 18
Woher die Paarregeln kommen
- 13 Minuten
- Das Zwölferrad
Die Annahme, mit der fast jeder herkommt
Die Annahme lautet: Die Paarregeln sind uraltes Wissen über menschliche Beziehungen, gesammelt über Jahrhunderte.
Sie sind alt. Über menschliche Beziehungen sind sie ursprünglich nicht. Sie stammen aus der Kalenderrechnung, und ihre Anwendung auf Paare ist der jüngste Teil daran.
Sie kommen aus dem Kalender, nicht aus der Liebe
Die zwölf Erdzweige ordnen nicht nur Jahre, sondern auch Monate, Doppelstunden und Himmelsrichtungen. Wer mit diesem Raster arbeitet, braucht Aussagen darüber, wie zwei Stellen des Rasters zueinander stehen — nicht aus Neugier, sondern weil es für die Rechnung nötig ist.
Die Dreiergruppen sind dafür das deutlichste Beispiel. Drei Tiere im Abstand von vier Plätzen ergeben im Zwölferkreis ein gleichseitiges Dreieck; jede Gruppe deckt drei der vier Jahreszeiten ab und ist einem der Elemente zugeordnet. Das ist eine geometrische Einteilung, und sie funktioniert für Monate genauso wie für Jahre.
Dasselbe gilt für die Gegenpaare: sechs Plätze Abstand heißt gegenüberliegend, und im Monatskreis heißt das ein halbes Jahr Abstand — Sommer gegen Winter.
Zuerst war es eine Art, den Kreis zu teilen. Erst später wurde daraus eine Art, Menschen zu sortieren.
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