Stufe 2 · Die zweite Hälfte: Element und Polarität Modul 7 von 18
Wie das chinesische Jahr gezählt wird
- 14 Minuten
- Das Zwölferrad
Die Annahme, mit der fast jeder herkommt
Die Annahme lautet: Die chinesischen Jahre sind durchnummeriert wie unsere, nur mit Tiernamen statt Zahlen.
Sie sind gar nicht nummeriert. Das ist der Punkt, an dem diese Zählung interessanter wird als erwartet: Sie hat keinen Nullpunkt. Sie sagt nicht, das wievielte Jahr es ist, sondern nur, an welcher Stelle eines Kreises man steht.
Zwei Reihen, die nebeneinander laufen
Die Zählung heißt gānzhī — Stämme und Zweige — und besteht aus zwei Reihen, die gleichzeitig weiterrücken:
- Zehn Himmelsstämme (天干): die fünf Elemente, jedes einmal als Yang und einmal als Yin.
- Zwölf Erdzweige (地支): die zwölf Tiere.
Jedes Jahr rückt beides um eine Stelle vor. Nach zehn Jahren ist die erste Reihe wieder am Anfang, nach zwölf die zweite — und beide gleichzeitig erst nach sechzig Jahren. Die Rechnung dahinter steht in Modul 4.
Ein Jahr heißt deshalb nicht „Drache", sondern „Erde-Drache" — und dieser Erde-Drache kommt zwischen 1900 und 2100 genau viermal vor: 1928, 1988, 2048 und 2108 liegt schon außerhalb. Wer sein Zeichen in der Jahrestabelle sucht, sieht den Abstand von sechzig Jahren unmittelbar.
Dieses Modul gehört zur zweiten Stufe
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