Bewusstseinssteigerung für anhaltende Kreativität

Ein spürbarer Bereich, der wohl mit Abstand am stärksten mit unserem Bewusstsein einhergeht, ist Kreativität. Dieser Beitrag setzt Kreativität in Relation zum Bewusstsein und zeigt, wie sich kreative Einbrüche durch Bewusstseinsreifung regulieren lassen.

Ich singe weder Lieder noch male ich Bilder, aber dafür bin ich bei meinen technischen und wissenschaftlichen Arbeiten, aber auch bei meiner Arbeit an diesem Blog und meinem sonstigen Leben ständig angewiesen auf EingebungenIdeen und innere Klarheit.

Das Bewusstsein und die genialen Einfälle

Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, dann würde ich sagen dass genau darin meine eigentliche Begabung lag. „Wie machst du das?“, „Woher weißt du das?“ — das sind eigentlich alles die falschen Fragen gewesen. Ich hatte mich rein auf Verstandesebene gegenüber meinen Mitschülern nie im Vorteil gefühlt, mir waren bestimmte Dinge nur meist auf Anhieb bewusst und ich kenne viele, denen das auch so ging und geht. Gerade jetzt in diesem Moment schreibt meine Seele diese Zeilen. Ich nehme möglichst keinerlei Einfluss auf den Inhalt, ich nutze lediglich meinen Verstand um deutsche, hoffentlich verständlich Sätze zu formulieren, mehr nicht.

Genau dieses Bewusstsein ist es, was andere sogar dazu befähigt, Kunstwerke in Form von SymphonienGemälden, Fotografien und Skulpturen zu kreieren, Wissenschaftlern am Whiteboard einen genialen Einfall beschehrt, der die Welt verändern kann, oder Architekten, Ingenieuren und Menschen anderer Fachrichtungen dazu befähigt, Probleme auf eine völlig unorthodoxe Weise zu lösen.

Streetart

Streetart

Ich hatte einmal einen sehr verbohrten Universitätsprofessor am Rande unserer Bundesrepublik getroffen, der (es ging um eine Bewerbung eines Studierenden in einem seiner Betriebe) zu seiner Mitarbeiterin meinte, dass die Abiturnote das beste Mittel wäre, um eine Person einzuschätzen. Das war für mich ein Symbol für unser aktuelles Denken: wir messen Menschen am Querschnitt Ihres Schul-  und Allgemeinwissens (schlimmer noch, wir messen sie daran wie sie es wiedergeben).

Stellen wir aber den vorletzten Absatz einmal dagegen, dann sollte klar sein, dass diese Form der Bewertung in keinster Weise wiederspiegelt, was ein Mensch verrichten kann. Unser Bewusstsein lässt sich fairer Weise aber auch nicht messen. Wir sehen erst später, was aus einem Menschen werden kann.

Das eigene Potenzial entdecken und bewahren

„Warum setzen Menschen Ihr gehobenes Bewusstsein dann nicht schon während der Schulzeit ein, dann wird auch die Abiturnote besser“, höre ich jetzt einen potenziellen Bildungsminster rufen. Die Antwort wäre mir doch sehr schnell auf der Zunge. Bewusstsein erfordert, dass wir etwas zulassen wollen, und wir müssen in voller Leidenschaft in dem aufgehen, was wir tun, um es zu spüren und die Früchte ernten zu können. Vieles davon würde ein ausreichend sensitiver Lehrer in seinen Schülern in einem bestimmten Fach auch sicher sofort sehen.

Warum werden denn aber nun nicht alle Menschen in irgend einer Fachrichtung Genies? Was hindert Menschen daran, ihre Kreativität einzusetzen? Auch diese Frage ist sehr leicht beantwortet. Kaum jemand weiß um das Potenzial und vor allem die Mechanismen zur Erweckung des menschlichen Bewusstseins. Andere haben eine ganz bestimmte Sorte von Anbindung einfach schon von Geburt an — meist sensible und empathische Menschen, denn sie sind oft (ganz sicher nicht immer) auch sensitiv gegenüber kreativen Bewusstseinsaspekten.

Auf Eingebung warten: Frau vor Bild

Auf Eingebung warten

Was man mit seinem Bewusstsein bewirken kann und wie man es grundsätzlich erwecken kann, dazu habe ich in diesem Blog nun schon einiges geschrieben. Richtige Meditation beispielsweise wirkt beim Erwecken des Bewusstseins schier Wunder, sofern sie regelmäßig und über längere Zeit angewendet wird. Manch andere Menschen, die ihr „potenzielles Potenzial“ längst entdeckt haben, verlieren es aber unter bestimmten Bedingungen schnell wieder.

Die kreative Stolperfalle

Klären wir doch also einmal, was gegen eine Bewusstseinssteigerung wirkt.

In einem Wort: Angst.

Sie ist unser größter Feind. Nicht nur was unser seelisches Wachstum angeht, sondern auch was das Ausleben unserer kreativen Adern anbetrifft.

Moderne Menschen wollen gern unabhängig sein. Grundsätzlich sind wir aber alle abhängig von unserer inneren Stabilität. Diese Stabilität wiederum fußt bei vielen, eben besonders bei sensiblen Menschen die kreativ sein können, aber beispielsweise auf Faktoren wie:

  • finanzielle Sicherheit
  • emotionales Wohlbefinden
  • so wenig ungeplante Beeinflussung wie möglich
  • usw.

Kaum ist etwas davon nicht mehr nahe der 100%, sackt vieles zusammen was das Bewusstsein vorher möglich machte:

  • die Klarheit sinkt
  • die Eingebungen verschwinden
  • die Ideen werden weniger
  • der Fluss wird verlangsam oder bricht gänzlich weg

Diese Menschen haben gemeinsam, dass sie einerseits eine punktuell sehr starke bewusstseinstechnische Anbindung „nach oben“ besitzen — so sind sie fähig das zu tun, was sie tun, wie sie es tun. Andererseits haben sie aber auch eine zu schwache allgemeine Bewusstseinsreife, wodurch automatisch die innere Stärke fehlt, unangreifbar zu werden. Kurzum, es mangelt ihnen an hinreichendem Selbstbewusstsein (hier klicken für einen passenden Artikel).

Angst und Vertrauen (Straßenschild)

Vertrauen als Entscheidung

Als Akademiker würde ich hier sofort sprechen von einem vertikalen und einem horizontalen Bewusstsein. Vertikal im Sinne von tiefgreifend punktuell, also auf eine konkrete Sache konzentriert (im Falle oben gut ausgeprägt). Horizontal im Sinne von allgemeiner Erhabenheit gegenüber allen übrigen Dingen (im Falle oben schlecht ausgeprägt). Aber den Gedanken will ich nicht weiter vertiefen, weil er niemandem etwas bringen würde außer meinem Spieltrieb ;)

Ursache vs. Wirkung

Die vermeintlich einzige Möglichkeit, die man oft sieht, um wieder in den Fluss zu kommen, ist die innere Störquelle zu beseitigen: die Telefone werden abgestellt, der Kontakt zum nervenden Nachbarn und anderen Menschen auf Eis gelegt, usw. Das schlimme hieran ist, dass das natürlich erst einmal bestens funktioniert. Es gibt aber interessante Parallelen zu dem, was ich schon in meinem letzten Artikel über die „Gesunde Beziehung“ (hier klicken) geschrieben habe: das Bewusstsein wird nicht wachsen, die Selbsterkenntnis wird verhindert, der Nährborden zum Aufbau von Kommunikationskompetenz verkümmert.

Die eigentliche Ursache ist selten das Objekt oder Subjekt, an dem wir den Störeinfluss für uns direkt festmachen. Ursache und Wirkung, Auslöser und Symptom, sind sogut wie nie das selbe. Die eigentliche Ursache liegt in diesem Fall in uns selbst und kann und wird von Mensch zu Mensch vollkommen unterschiedlich sein (Kindheit, Eltern, Großeltern, etc.). Wir erfahren die Ursache bald, aber sie interessiert gar nicht mal so sehr, wie man denken mag. Wir wollen über die Symptome hinaus wachsen.

Schauen wir nochmal nach oben — was störte uns doch gleich? Ach ja, der drohende Dispo-Kredit, der nervende Nachbar, der plötzliche Anruf.

Statt uns nun in eine Situation zu bringen, in der wir weiter unserer (Seelen-)Aufgabe davon laufen (sie damit sogar intensiveren), und die Dinge nur beiseite schieben, schauen wir doch nun einmal, was wir sonst tun können.

Die eigene Aufgabe annehmen

Spannender Weise gilt hier nun wieder das selbe wie für jemanden, der mit seiner Bewusstseinsreise noch ganz am Anfang steht. Das Bewusstsein hat ihn offenbar noch nicht stark genug vereinnahmt. Warum eigentlich? Auch leicht erklärt, viele Menschen, selbst wenn sie um Meditation und co grundsätzlich bescheid wissen, behandeln Bewusstseinsreife etwas stiefmütterlich. Inwiefern? Sie gehen nur dann in sich, meditieren nur dann, etc., wenn gerade etwas konkretes quer liegt. Zumindest dann sehen sie den Anlass, aber nicht für ihr gesamtbildhaftes Seelenleben.

Warum ist das so? Diese Menschen empfinden es als Verbiegen ihrer selbst, nur aufgrund von störenden Einflüssen, die doch vermeintlich gar nichts mit ihnen zu tun hätten, Maßnahmen zu ergreifen, sich zu verändern. Wenn A nicht ist, funktioniert B schließlich wieder wunderbar.

Altlasten und die Streiche der Psyche

Das ist leider erst einmal vollkommen nachvollziehbar. Unser Gehirn ist ein pfiffiges Kerlchen.

Es dient uns für verschiedene Dinge:

  • als Empfangsorgan des allgegenwärtigen Bewusstsein (die Schnittstelle zwischen Seele und Körper in Form der Epiphyse (das dritte Auge), etc. pp.)
  • als Empfangs-, Aufbereitungs– und Verarbeitungs-Werkzeug für sensorische Informationen (sechs Sinne)
  • als Filterorgan dieser Informationen (es gibt weit mehr zu sehen, zu hören, zu riechen, etc. als wir wahrnehmen, und das ist gut so, vieles ist für uns einfach nicht wichtig)
  • aber auch als Modulator zur Verarbeitung alltäglicher Erfahrungen, aus denen wir in Form von Lernprozessen profitieren können (hier wird es für uns gerade spannend)

Letzteres nennen wir auch Psyche, die das Unterbewusstsein zum Helfer hat. Unser Körper mit all seinen biochemischen und bioelektrischen Mechanismen moduliert Emotionen und Gedanken, die wenig trennbar sind (wir können fast nie nur eins davon), und abhängig davon, wie weit unser Bewusstsein nun gereift ist, nimmt es hierauf aufräumend Einfluss oder kann es eben nicht, so sehr es aber wollte.

Neuronen

Gehirn als Fluch und Segen

Daran sind wir streng genommen gar nicht schuld — wobei „wir“ hier unsere Seele ist. Die Seele ist außen vor, da sie auf unseren Körper und den beschriebenen Wechselwirkungen bauen muss, um sowohl bereichert zu werden als auch sanft steuernd eingreifen zu dürfen. Daher ist es kein Geheimnis dass bei der Ableitung von subjektiven Wahrheiten durch die Psyche doch einiges schief gehen kann. Blockaden werden gebildet und aufrecht erhalten, die in Handlungsmustern resultieren, die in späteren Situationen vielleicht schon gar nicht mehr relevant sind. Unser Körper ist schuld, und der ist nach dem Bauplan unserer Gene hergestellt, und die sind eben leider nicht immer porentief rein.

Wir bekommen gewisse Unzulänglichkeiten dieser Sorte aber nicht mit dem Verstand allein mit, da der sofort aufzählen könnte, warum dieses und jenes Muster so wichtig ist. Die alten Emotionen erneut abzurufen wäre wiederum das letzte, was sinnvoll wäre. Die waren in Bezug auf dieses oder jenes Ereignis intensiv und negativ genug, um den Aufbau der Schutzbarriere überhaupt erst angestoßen zu haben.

Sprich, für jede Handlung, die wir aus einem Erlebnis ableiten, wird unser Gehirn eine nachhaltige Rechtfertigung finden. Das ist auch grundsätzlich überhaupt nicht verkehrt, denn oft genug sind solche Muster sehr nützlich, und außerdem wollen wir uns nicht selbst hassen müssen, nur weil wir sind, wie wir sind. Hier meint „wir“ aber diesmal nicht unsere Seele, sondern unseren Verstand und unsere Emotionen. Die Seele wiederum bekommt in manchen Momenten glasige Augen. Sie wird von körperlichen Aspekten (Biochemie) in ihrer Empfindungsfähigkeit eingeschränkt, in ihrem Positiv-wirken-wollen sabotiert.

Die Seele als Helfer für blockierende Muster

Das Ziel sollte hier nun sein, negativ beeinflussende, blockierende Muster aufzulösen. Wie erreichen wir das? Streng genommen müssen wir fast gar nichts tun, außer unsere Seele zu Wort kommen zu lassen. Sie wird sich allerdings in Form von Bewusstseinseindrücken niemals in den Vordergrund spielen. Sie ist genau die sanfte Stimme, die wir bewusst wahrnehmen (wollen), wenn wir in unseren kreativen Phasen stecken. Also sollten wir sie einfach immer wieder bewusst anhören, selbst wenn wir gerade nicht kreativ sein wollen oder müssen. Verlässlich klappen wird das nur wenn wir richtig meditieren. Dann werden wir diese sanfte Stimme viel öfter hören als vorher.

Blockade: Baum auf Waldweg

Vielbefahrene Wege: Arbeit, die sich lohnt

Unsere Seele hat uns viel zu sagen, und vor allem dann, wenn wir Mist bauen. Es gibt Unmengen Bücher darüber, die von nichts anderem handeln als davon, dass die Seele manchmal aus Verzweiflung das Universum anruft, um darum zu bitten, dass ihrer aktuellen Inkarnation Zeichen gesendet werden, weil sie sich gerade entgegen ihres Seelenplans verhält, sie flüchtet. So kommt es zu gebrochenen Armen, gebrochenen Beinen, usw., je nach Intensität und Art des Problems. Ich muss dazu noch etwas mehr lesen, aber wichtig ist wohl beispielsweise die Seite der Verletzung (rechts oder links) die Körperstelle, usw. Das soll aber gerade nicht Thema sein, sondern nur verdeutlichen, wie die Zusammenhänge zwischen Emotionen, Verstand und einer potenziell verzweifelten Seele sind. Doofe Körper.

Was ist zu tun?

Zurück zur Kreativität, die wir möglichst immer halten wollen, und bei der wir unserer Seelen-Energie nicht von unserem Körper reinpfuschen lassen möchten. Um unseren Fluss selbst bei äußeren Einflüssen aufrecht erhalten zu können, müssen wir unsere Erhabenheit stärken. Das bewirkt, dass wir innerlich beiseite treten, unsere (durch den Körper beeinflussten) emotionalen Schwankungen wahrnehmen, aber uns nicht damit identifizieren müssen. Hierdurch müssen wir dann weder Telefone noch Nachbarn noch sonstige Einflüsse verprellen, die uns schließlich nur an unsere Aufgaben erinnern, und das immer mehr tun würden, je mehr wir sie ignorieren.

Die Stärkung dieser Erhabenheit ist nichts weiter als eine synonyme Wortgruppe für Bewusstseinssteigerung. Diese erreichen wir wie immer nur durch regelmäßige Meditation. Sie lässt unsere Seele (mit all ihren Helfen, die sie so hat) an unserem Körper rumschrauben. Das Gehirn wird optimiert, d.h. auf Fehler überprüft und auch gleich defragmentiert, wenn wir so wollen. Das ist schon bei so vergleichsweise simplen Maschinen wie Computern notwendig, warum sollte unser milliardenfach komplexeres Gehirn das nicht benötigen? Ja, Selbstoptimierung ist möglich (und nötig), aber die kommt nicht durch den Verstand, sondern durch das Bewusstsein. Unser Bewusstsein schreibt unser Gehirn neu: „Harvard Unveils MRI Study Proving Meditation Literally Rebuilds The Brain’s Gray Matter In 8 Weeks“ (hit for more — Englisch).

Das kleine Fazit

Leute, meditiert bitte was das Zeug hält, vollkommen egal wie wenig akute Probleme ihr meint gerade vor Augen zu haben. Eure Seele möchte nicht nur in Euren hyperproduktiven Zeiten mit Euch sprechen. Irgendwann werdet Ihr es Euch selbst danken. Ich kann jeden nur nachhaltig zur Meditation motivieren, mir hat sie geholfen meine Aggressionen vollkommen aufzulösen, sie wird anderen helfen, ihre Ängste aufzulösen, universelles Vertrauen und Liebe aufzubauen. Is halt so :)

Hier noch ein Video, ich hoffe Ihr könnt ein wenig Englisch — es beschreibt gut, was gemeint ist.

Ich hoffe dieser Beitrag hilft dem ein oder anderen, seine kreativen Einbrüche erklärbar zu machen, und sie vielleicht sogar zu vermindern, wenn nicht sogar zu verhindern.

Lasst auch nicht zu dass Euer Erlebnis-Potenzial abseits der Kreativität hier auf Erden gedämpft wird. Lasst Eure Psyche reorganisieren. Wir sind als Meister unserer selbst geboren, nicht als Sklave unserer Ängste.

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