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Stufe 1 · Der Boden Modul 2 von 10

Warum das Baumhoroskop nicht keltisch ist

Robert Graves 1948, Paula Delsol 1971, ein polnischer Gartenkalender — und ein Bundesgerichtshof, der die Sache 1991 aktenkundig gemacht hat.

  • 18 Minuten
  • Die Tabelle

Die Annahme, mit der fast jeder herkommt

Die Annahme lautet: Die Kelten haben ihren Kindern Bäume zugeordnet, und das Baumhoroskop überliefert diese alte Zuordnung. Vielleicht etwas verändert, aber im Kern uralt.

Es gibt keine einzige antike oder mittelalterliche Quelle, die eine solche Praxis bei den Kelten belegt. Was es dagegen gibt, ist eine sehr genaue Auskunft darüber, wann und von wem das Baumhoroskop entstanden ist — mit Namen, Jahreszahlen und einem Aktenzeichen.

Was der größte deutsche Anbieter dazu schreibt

Wörtlich, abgerufen am 29. September 2026: „Es könnte sein, dass ein britischer Autor, der das Horoskop in seinem Roman erwähnte oder auch eine Journalistin für die französische Zeitschrift ‚Marie Claire' eher die Urheber sind als die mächtigen Kelten."

Das ist ehrlicher als bei den meisten — und es bleibt vage. Kein Name, keine Jahreszahl, keine Quelle. (Und es war kein Roman: The White Goddess ist ein Sachbuch.)

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