Mondzeichen berechnen
Das Sternzeichen kennt jeder. Das Mondzeichen kennen die wenigsten — dabei beschreibt es der Tradition nach den Teil, der im Alltag mehr ausmacht: nicht, wie jemand wirkt, sondern was er braucht, um sich sicher zu fühlen.
Der Mond bleibt im Mittel 54,7 Stunden in einem Zeichen. An rund elf von zwölf Tagen ist die Antwort ohne Uhrzeit genauso sicher wie mit. Trag einfach das Datum ein — wenn es auf die Uhrzeit ankommt, sagen wir es Dir und fragen erst dann nach.
Wie ein Mondzeichen bestimmt wird
In drei Schritten, und keiner davon ist geheim:
- Vom Ortsdatum zur Weltzeit. Aus Geburtsdatum, Uhrzeit und Ort wird das julianische Datum — eine fortlaufende Tageszählung seit 4713 v. Chr., die keine Zeitzonen und keine Monate kennt. Hier steckt der Schritt, an dem die meisten Rechner scheitern: Ob damals Sommerzeit galt, ergibt sich aus Datum und Ort, nicht aus einer Faustregel.
- Zur ekliptikalen Länge des Mondes. Eine Reihenentwicklung aus 40 Sinusgliedern (Meeus, Kapitel 47) liefert einen Winkel zwischen 0 und 360 Grad, gemessen vom Frühlingspunkt aus.
- Vom Winkel zum Zeichen. Ganzzahlige Division durch 30. 0 bis 29,99 Grad ist Widder, 30 bis 59,99 Stier, und so weiter. Mehr ist es nicht — die Rechnung davor ist die Arbeit, diese Zeile ist die Antwort.
27,32 Tage für einen Umlauf, geteilt durch zwölf Zeichen, ergibt 54,64 Stunden — gut 2,3 Tage. Aber die Mondbahn ist eine Ellipse: In Erdnähe läuft der Mond schneller. Über alle 160 Zeichendurchgänge eines Jahres nachgerechnet liegt der kürzeste Aufenthalt bei 47,4 Stunden, der längste bei 61,0. Die Rechnung dazu steht als Prüfskript im Projekt und läuft bei jeder Änderung mit.
Die Mondzeichen im Einzelnen
Zum Mondzeichen
Braucht man für das Mondzeichen die Geburtszeit?
Meistens nicht. Der Mond bleibt im Mittel 54,7 Stunden in einem Zeichen, ein Tag hat 24 — an ungefähr jedem zwölften Tag fällt ein Zeichenwechsel, und nur an diesen Tagen kommt es auf die Uhrzeit an. Dieser Rechner sieht selbst nach und fragt nur dann nach.
Wer ein vollständiges Horoskop will, braucht die Uhrzeit trotzdem — für den Aszendenten und die Häuser. Für das Mondzeichen allein nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Sternzeichen und Mondzeichen?
Das Sternzeichen ist die Stellung der Sonne: Sie braucht ein Jahr für die Runde und bleibt einen Monat je Zeichen — deshalb hängt es nur vom Datum ab. Das Mondzeichen ist die Stellung des Mondes: Er braucht 27,3 Tage und bleibt gut zwei Tage je Zeichen.
Beide stimmen bei jedem zwölften Menschen überein. Der Tradition nach sagt die Sonne, worauf jemand zusteuert, und der Mond, was er braucht, um sich sicher zu fühlen.
Wie genau ist die Rechnung?
Der Mondstand wird nach den Reihenentwicklungen aus Jean Meeus, Astronomical Algorithms, Kapitel 47 bestimmt — 40 Glieder, was für die Frage nach dem Zeichen um Grössenordnungen mehr ist als nötig: Ein Tierkreiszeichen ist 30 Grad breit, unsere Abweichung liegt im Bereich von Bogenminuten.
Steht der Wert trotzdem dicht an einer Zeichengrenze, holen wir eine zweite, unabhängige Rechnung dazu und sagen das Ergebnis dazu. Wir raten nicht und wir runden nicht in eine Richtung.
Warum sagt ein anderer Rechner etwas anderes?
Drei Gründe, und alle drei sind überprüfbar. Erstens die Zeitzone: Viele deutsche Rechner nehmen pauschal UTC+1 an. Für jede Geburt zwischen Ende März und Ende Oktober gilt aber Sommerzeit — eine Stunde Unterschied. In den Jahren 1950 bis 1979 gab es in Deutschland gar keine Sommerzeit, und genau das rechnen viele falsch.
Zweitens die fehlende Uhrzeit: Wer ohne sie still mit Mitternacht rechnet, liegt an jedem Wechseltag daneben. Drittens der Tierkreis: Die indische Astrologie rechnet siderisch statt tropisch; das verschiebt alles um rund 24 Grad, also fast ein ganzes Zeichen. Wir rechnen tropisch, wie im westlichen Raum üblich.
Weitergeben
Ein Rechner, der selbst nachsieht, ob es auf die Uhrzeit ankommt — statt sie zu verlangen oder still mit Mitternacht zu rechnen.
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