Stufe 4 · Wenn zwei Horoskope sich treffen Modul 19 von 24
Guna Milan: 36 Punkte aus einer anderen Tradition
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Die Annahme, mit der fast jeder herkommt
Eine Punktzahl von 36 ist objektiver als „gold, grün, weiß".
Sie sieht objektiver aus. Guna Milan addiert acht Teilwerte zu einer Zahl — und jeder dieser Teilwerte ist eine Setzung, genau wie unsere Farben. Der Unterschied ist nur, dass die Zahl ihre Herkunft besser verbirgt. Deshalb zeigen wir sie zerlegt, nicht als Gesamtwert.
Die acht Kootas
Guna Milan, auch Ashtakoot Milan, ist die klassische Partnerprüfung der vedischen Astrologie. In Indien ist sie keine Spielerei, sondern eine Alltagsentscheidung — bei arrangierten Ehen wird sie regelmäßig herangezogen.
Sie beruht fast ausschließlich auf dem Mondzeichen und dem Mondhaus (Nakshatra) beider Menschen. Acht Kriterien, mit sehr unterschiedlichem Gewicht:
| Koota | Punkte | Was geprüft wird |
|---|---|---|
| Varna | 1 | eine grobe Zuordnung nach Element und Rolle |
| Vasya | 2 | gegenseitige Anziehung und Einfluss |
| Tara | 3 | Wohlergehen, gerechnet aus dem Abstand der Nakshatras |
| Yoni | 4 | körperliche Übereinstimmung, über Tiersymbole zugeordnet |
| Graha Maitri | 5 | ob die Herrscher der beiden Mondzeichen befreundet sind |
| Gana | 6 | Temperamentstyp, drei Kategorien |
| Rasi (Bhakoot) | 7 | Abstand der Mondzeichen zueinander |
| Nadi | 8 | konstitutioneller Typ; gilt als das schwerste Kriterium |
| zusammen | 36 |
Faustregel in der Praxis: Ab 18 Punkten gilt eine Verbindung als tragfähig, ab 24 als gut. Unter 18 raten traditionelle Berater ab.
„22 von 36" sagt nichts. „Rasi 7 von 7, Nadi 8 von 8, aber Graha Maitri 0,5 von 5" sagt etwas — nämlich dass zwei Menschen in Konstitution und Mondzeichen gut zusammenpassen, in der Art zu denken aber kaum.
Wir geben deshalb immer alle acht Teilwerte einzeln aus, mit einem Satz dazu, was der jeweilige Koota prüft. Die Gesamtzahl steht daneben, nicht darüber.
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